Coinbase Aktie: Umbau zum Super-Broker
Coinbase will weg vom reinen Krypto-Image. CEO Brian Armstrong präsentierte zum Jahresauftakt 2026 eine umfassende Neuausrichtung hin zur "Everything Exchange", die den Angriff auf klassische Broker einläutet. Während das Unternehmen sein Geschäftsmodell radikal erweitert, kämpft die Aktie jedoch mit Analystenskepsis und technischem Gegenwind.
Angriff auf Neobroker
Kern der heute vorgestellten Roadmap ist die Transformation der Plattform. Coinbase plant die Integration von traditionellen Aktien, Rohstoffen und Prognosemärkten (Prediction Markets) direkt neben dem klassischen Kryptohandel in einer einzigen Applikation. Um diesen Schritt gegen etablierte Finanzdienstleister durchzusetzen, soll noch im Januar 2026 die Übernahme von "The Clearing Company" abgeschlossen werden, einem Spezialisten für Clearing-Prozesse in Prognosemärkten.
Weg von der Volatilität
Dieser strategische Schwenk zielt primär darauf ab, die Abhängigkeit von schwankungsanfälligen Handelsgebühren zu verringern. Ein zentraler Baustein der Stabilisierung sind Erträge aus Stablecoins. Daten zeigen, dass allein der Stablecoin USDC im zweiten Quartal 2025 bereits 332,5 Millionen US-Dollar zum Gesamtumsatz beisteuerte. Angesichts eines weltweit auf 9 Billionen US-Dollar gestiegenen Zahlungsvolumens rückt die Skalierung der Zahlungsinfrastruktur nun in den Fokus der Unternehmensführung.
Analysten bremsen Euphorie
Trotz der ambitionierten Expansionspläne bleibt die Stimmung an der Wall Street verhalten. Needham-Analyst John Todaro reagierte auf das aktuelle Umfeld mit einer deutlichen Senkung des Kursziels von 400 auf 290 US-Dollar, hält jedoch prinzipiell an seiner Kaufempfehlung fest.
Belastend wirkten zuletzt auch Abflüsse aus US-Bitcoin-Spot-ETFs in Höhe von über 4,5 Milliarden US-Dollar im November und Dezember. Die Aktie notiert aktuell bei 226,14 US-Dollar und damit signifikant unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 361,25 US-Dollar. Auch technisch ist der Titel angeschlagen, da er unter dem wichtigen 200-Tage-Durchschnitt von 253,54 US-Dollar handelt.
Institutionelle Investoren nutzen Schwäche
Während der Kurs kurzfristig unter Druck steht, nutzen Großanleger die niedrigen Bewertungen zum Einstieg. Institutionelle Investoren halten mittlerweile rund 68,8 Prozent der Anteile. Besonders auffällig agierte zuletzt Allspring Global Investments, das seine Position im dritten Quartal um fast 17 Prozent aufstockte.
Marktbeobachter registrieren zudem eine Diskrepanz zwischen der Aktie und dem zugrundeliegenden Kryptomarkt. Während Bitcoin um die Marke von 89.000 US-Dollar notiert und Emittenten wie Tether ihre Bitcoin-Reserven aggressiv ausbauen, hinkt die Coinbase-Aktie dieser Entwicklung derzeit hinterher. Gelingt die Umsetzung der Diversifizierung, bietet der aktuelle Abstand zum durchschnittlichen Analystenziel von rund 380 US-Dollar erhebliches Aufholpotenzial.
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