Coinbase nutzt den heutigen Neujahrstag für eine strategische Standortbestimmung, mischt den Ausblick jedoch mit geopolitischen Warnsignalen. Während das Unternehmen auf institutionelles Wachstum setzt, rückt eine neue Bedrohung durch Chinas Währungspolitik in den Fokus. Nach einer Underperformance im Jahr 2025 müssen Anleger nun abwägen: Überwiegen die langfristigen Chancen oder die regulatorischen Risiken?

Strategie 2026: Der Plan

Obwohl die US-Märkte feiertagsbedingt geschlossen sind, präsentierte Coinbase Institutional heute früh seine These für das neue Jahr. David Duong, Head of Investment Research, definiert 2026 als Jahr des "Stacking Effect". Dabei sollen drei Faktoren ineinandergreifen: die Reifung von Krypto-ETFs, die Ausweitung von Stablecoins und die Tokenisierung von Sicherheiten im traditionellen Finanzwesen.

Das Ziel ist ambitioniert: Krypto soll den Ruf einer reinen Spekulationsklasse ablegen und zur integralen Finanzinfrastruktur werden. Doch diese langfristige Vision wird von aktuellen geopolitischen Entwicklungen überschattet.

Konkurrenz aus Fernost

Gleichzeitig warnte Chief Policy Officer Faryar Shirzad vor einer signifikanten Verschiebung im globalen Wettbewerb. Seit heute, dem 1. Januar 2026, erlaubt Chinas Zentralbank Zinszahlungen auf Guthaben im digitalen Yuan (e-CNY).

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Dieser Schritt ist brisant: Der digitale Yuan wandelt sich von einem reinen Bargeldersatz zu einem verzinslichen Instrument. Shirzad sieht hierin eine direkte Gefahr für US-Dollar-gedeckte Stablecoins, deren Renditemöglichkeiten durch US-Regulierungen wie den GENIUS Act derzeit stark eingeschränkt sind. Für Coinbase ist dies kritisch, da Stablecoin-Erträge einen zentralen Pfeiler der Umsatzstrategie bilden.

Entkopplung vom Bitcoin

Diese fundamentalen Sorgen treffen auf ein ohnehin angespanntes Chartbild. Die Coinbase-Aktie beendete das Handelsjahr 2025 bei 226,14 USD und verzeichnete auf 12-Monats-Sicht ein Minus von knapp 10 Prozent. Besonders auffällig ist die Entkopplung vom Bitcoin: Während die Kryptowährung nahe 87.500 USD notiert, konnte die Aktie des Handelsplatzes diesen Schwung zuletzt nicht mitnehmen.

Zusätzlich belasten interne Spannungen die Stimmung. Berichte über Unmut in der Entwickler-Community bezüglich des Base-Netzwerks und der aggressiven Förderung sogenannter "Creator Coins" drücken auf das Sentiment. Der "Extreme Fear"-Indikator im Kryptosektor spiegelt diese Verunsicherung wider.

Ausblick

Wenn die US-Börsen morgen wieder öffnen, wird entscheidend sein, ob die Aktie die technische Marke von 230 USD zurückerobern kann, um das negative Momentum des späten Dezembers zu brechen. Fundamental richtet sich der Blick auf die Quartalszahlen Ende Februar. Anleger werden genau beobachten, ob die prognostizierten Service-Umsätze von fast 2 Milliarden USD ausreichen, um die Margensorgen und den regulatorischen Druck auszugleichen.

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