Coinbase Aktie: Stablecoin-Gesetz blockiert
Coinbase steckt mitten in einem regulatorischen Tauziehen, das direkt an die Einnahmen geht. Der US-Senat hat die Sitzungsperiode beendet, ohne die entscheidende Frage zu klären: Dürfen Kryptobörsen ihren Nutzern Erträge auf Stablecoin-Guthaben zahlen? Für Coinbase ist das keine abstrakte Rechtsfrage — es geht um 1,35 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
Das Stablecoin-Dilemma
Der CLARITY Act, der die Stablecoin-Regulierung festschreiben soll, steckt fest. Zwar hatten sich Senatoren dem Vernehmen nach am 20. März grundsätzlich geeinigt, vier Tage später folgte ein neuer Kompromissvorschlag. Dieser sieht vor, passive Stablecoin-Erträge zu verbieten, bestimmte aktivitätsbasierte Belohnungen jedoch zuzulassen — etwa für die aktive Nutzung oder den Handel mit Stablecoins.
Coinbase lehnt den aktuellen Entwurf ab. Das Unternehmen hat dem Senat mitgeteilt, die von den Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks geführte Version nicht unterstützen zu können. Besonders problematisch: Der Entwurf würde Kryptobörsen untersagen, Erträge auf Stablecoin-Guthaben auszuzahlen, und den Zugang zu Transaktionsdaten einschränken. Beides würde das bestehende Modell der USDC-Partnerschaft mit Circle direkt treffen.
Erschwerend kommt hinzu, dass David Sacks, der bisherige KI- und Krypto-Beauftragte des Weißen Hauses, sein Amt am 26. März niedergelegt hat — ohne Nachfolger. Ausgerechnet in der heißen Phase der Gesetzgebung fehlt damit der wichtigste Fürsprecher der Branche in der Regierung.
Ventures-Arm setzt auf Tokenisierung
Parallel zur regulatorischen Unsicherheit investiert Coinbase Ventures in die Zukunft des tokenisierten Finanzmarkts. Das Venture-Arm beteiligte sich an einer 50-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde des Unternehmens Midas, angeführt von RRE und Creandum, mit zusätzlicher Beteiligung von Franklin Templeton. Midas betreibt eine Plattform für tokenisierte Renditeprodukte und meldete zuletzt 500 Millionen Dollar an verwaltetem Vermögen sowie mehr als 37 Millionen Dollar an ausgeschütteten Erträgen an 20.000 Nutzer.
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Mit dem frischen Kapital will Midas sein Angebot über Staatsanleihen und handelsbezogene Produkte hinaus auf komplexere Anlageklassen wie Rückversicherung, Private Credit und tokenisierte Aktien ausweiten. Für Coinbase ist die Beteiligung ein strategisches Signal: Sollte das Stablecoin-Ertragsmodell regulatorisch eingeschränkt werden, könnten tokenisierte Finanzprodukte als alternatives Standbein an Bedeutung gewinnen.
Kurs unter Druck, Analysten gespalten
Die regulatorische Hängepartie hat die Coinbase-Aktie spürbar belastet. Als der erste Entwurf mit dem generellen Ertragsverbot bekannt wurde, verlor die Aktie rund zehn Prozent — ein Hinweis darauf, wie stark der Markt dieses Thema bewertet. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 30 Prozent verloren und notiert weit unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.
Das Analystenhaus Bernstein sieht den Ausverkauf als übertrieben und hält an einer Outperform-Einstufung fest. Das durchschnittliche Kursziel von 267 Dollar laut MarketBeat spiegelt die gespaltene Meinung wider: 19 Analysten empfehlen den Kauf, elf raten zum Halten, drei zum Verkauf.
Der nächste konkrete Termin ist das geplante Markup des Senate Banking Committee Ende April. Sollte der finale Gesetzestext aktivitätsbasierte Belohnungen erlauben, könnte Coinbase sein USDC-Modell anpassen und Nutzer über gezielte Anreize an die Plattform binden — mit positiven Effekten auf die Circle-Partnerschaft. Ob dieser Spielraum bleibt, entscheiden die Verhandlungen der kommenden Wochen.
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