Coinbase Aktie: Großbanken greifen zu
Nach einer deutlichen Korrektur von rund 40 Prozent seit den Höchstständen im Juli 2025 steht Coinbase an einem entscheidenden Punkt. Während der Aktienkurs zuletzt schwächelte, sorgen nun gleich zwei Wall-Street-Schwergewichte für Aufsehen. Die Analysten blicken über die aktuelle Volatilität hinaus und wetten auf eine fundamentale Neubewertung des Geschäftsmodells.
Bank of America sieht 41 Prozent Potenzial
Das wichtigste Signal für Anleger kam am Freitag von der Bank of America (BofA). Analyst Craig Siegenthaler stufte die Aktie von "Neutral" auf "Buy" hoch und setzte ein neues Kursziel von 340 US-Dollar. Gemessen am Schlusskurs vom Freitag (240,78 US-Dollar) entspricht dies einem Aufwärtspotenzial von rund 41 Prozent.
Hintergrund dieser optimistischen Einschätzung ist der Wandel von Coinbase hin zu einer "Everything Exchange". Die Bank betont, dass sich das Unternehmen erfolgreich von reinen Krypto-Handelsgebühren löst. Stattdessen erschließt Coinbase neue Einnahmequellen durch die Integration traditioneller Finanzdienstleistungen, darunter der Handel mit Aktien und ETFs sowie Prognosemärkte. Auch die Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA) und das Wachstum der eigenen "Base"-Blockchain werden als zentrale Treiber genannt.
Institutionelle Investoren positionieren sich
Die Hochstufung durch die Bank of America steht nicht allein. Bereits wenige Tage zuvor hatte Goldman Sachs die Aktie ebenfalls zum Kauf empfohlen und ein Kursziel von 303 US-Dollar ausgerufen. Diese konzertierte Unterstützung deutet darauf hin, dass institutionelle Marktteilnehmer den jüngsten Kursrückgang als strategische Einstiegsgelegenheit werten.
Untermauert wird diese These durch aktuelle Daten zu den Beständen großer Fonds. Wie am Samstag bekannt wurde, hat etwa FengHe Fund Management seine Position bei Coinbase massiv ausgebaut. Der Fonds erhöhte seinen Anteil um gut 119 Prozent und kaufte im letzten Berichtszeitraum 38.000 Aktien hinzu. Solche aggressiven Zukäufe in Schwächephasen sind oft ein Indiz für langfristiges Vertrauen größerer Adressen.
Operativer Rückschlag in Argentinien
Trotz der positiven Analystenstimmen müssen Anleger auch operative Hürden im Blick behalten. Am Samstag kündigte das Unternehmen an, wichtige Dienstleistungen in Argentinien zu pausieren. Ab dem 31. Januar 2026 werden der Handel von Pesos in USDC sowie lokale Bankauszahlungen ausgesetzt.
Obwohl das Management von einer "bewussten Pause" zur strategischen Neuausrichtung spricht, bedeutet der Schritt faktisch einen Rückzug aus einem wichtigen lateinamerikanischen Markt – nur ein Jahr nach Erhalt der dortigen Zulassung.
Fazit: Strategie trifft auf Realität
Die Coinbase-Aktie befindet sich aktuell in einem Spannungsfeld. Auf der einen Seite steht der operative Gegenwind in Südamerika und der technische Abwärtstrend unter die Marke von 250 US-Dollar. Auf der anderen Seite liefern die klaren Kaufempfehlungen von Bank of America und Goldman Sachs ein starkes fundementales Gegengewicht. Für die weitere Kursentwicklung wird entscheidend sein, ob die neuen Geschäftszweige der "Everything Exchange" schnell genug wachsen, um die wegfallenden Umsätze aus Märkten wie Argentinien zu kompensieren.
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