Bank of America stuft Coinbase auf "Buy" hoch – und das nur Tage nach Goldman Sachs. Zwei der größten Wall-Street-Häuser sehen die Aktie nun als Kaufgelegenheit, obwohl Bitcoin schwächelt. Der Grund: Coinbase baut sich systematisch zum "Everything Exchange" um und löst sich damit aus der Abhängigkeit vom volatilen Krypto-Markt.

Die Strategie trägt Früchte

Die Analysten von Bank of America setzen ein Kursziel von 340 US-Dollar – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 38 Prozent. Ihre Begründung: Coinbase diversifiziert das Geschäftsmodell aggressiv. Statt nur auf schwankungsanfällige Trading-Gebühren zu setzen, erschließt das Unternehmen systematisch traditionelle Finanzmärkte.

Die konkreten Schritte sind bereits terminiert:

  • 26. Januar 2026: Start des Handels mit Kupfer- und Platin-Futures über Coinbase Derivatives
  • Aktuell: 24/5-Handel mit S&P-500-Aktien und ETFs – in direkter Konkurrenz zu klassischen Brokern
  • 2026: Geplanter Launch internationaler Aktien-Perpetuals
  • Laufend: Prediction Markets durch Partnerschaft mit Kalshi

Im dritten Quartal 2025 steigerte Coinbase den Umsatz bereits um 55,1 Prozent auf 1,87 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,44 US-Dollar und übertraf die Erwartungen von 1,04 US-Dollar deutlich.

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Entkopplung von Bitcoin läuft

Während Bitcoin kürzlich unter 90.000 US-Dollar rutschte, zeigt die Coinbase-Aktie relative Stärke. Der Grund liegt im Geschäftsmodell: Als Verwahrstelle für 8 von 11 großen Bitcoin-ETFs verdient Coinbase auch dann, wenn die Kurse fallen. Allein am 7. und 8. Januar transferierte BlackRock rund 278 Millionen US-Dollar in Bitcoin und Ethereum auf Coinbase-Prime-Wallets.

Diese institutionelle Verankerung macht die Aktie zunehmend unabhängig von reinen Krypto-Preisbewegungen. Gleichzeitig hat sich das Short-Interest innerhalb eines Jahres verdoppelt – ein potenzieller Treiber für einen Short Squeeze, sollte die Aktie Richtung 340-Dollar-Marke laufen.

Insider verkaufen – Institutionen kaufen

Die Sache hat allerdings einen Haken: Während die Großbanken zum Kauf raten, verkaufen Insider. CEO Brian Armstrong trennte sich am 5. Januar von 40.000 Aktien im Wert von knapp 10 Millionen US-Dollar. In den vergangenen 90 Tagen summierten sich die Insider-Verkäufe auf 839.554 Aktien – ein Gesamtwert von rund 248,8 Millionen US-Dollar.

Dennoch bewerten BofA und Goldman Sachs die Aktie als unterbewertet. Das KGV ist um etwa 40 Prozent gefallen, die Aktie notiert rund 40 Prozent unter ihrem Juli-2025-Hoch. Die Wall Street sieht darin offenbar eine technische Einstiegschance – vorausgesetzt, die Diversifizierungsstrategie greift wie geplant.

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