Coeur Mining hat 2025 so stark abgeliefert wie nie zuvor – und setzt parallel zum Rekordjahr noch einen strategischen Baustein obendrauf: die geplante Übernahme von New Gold. Genau diese Kombination aus operativer Stärke und größerer Reichweite treibt die neue Wahrnehmung am Markt. Doch wie belastbar ist der Schwung, wenn 2026 liefern muss?

Rekordjahr 2025 – und plötzlich viel Spielraum

Im vierten Quartal 2025 meldete Coeur Mining Rekordzahlen: 675 Mio. US-Dollar Umsatz und 375 Mio. US-Dollar operativen Cashflow. Auf Jahressicht sprang der Umsatz auf 2,07 Mrd. US-Dollar, der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg auf 586 Mio. US-Dollar.

Treiber waren laut Unternehmen höhere Gold- und Silberproduktion, bessere realisierte Preise und strikte Kostendisziplin. Besonders wichtig: Im Vergleich zu früheren Jahren wirkt der Umschwung nicht wie ein einmaliger Ausreißer. Coeur stellt ihn selbst in einen klaren Kontext: Vor zwei Jahren lag das EBITDA bei 142 Mio. US-Dollar, der freie Cashflow war mit minus 297 Mio. US-Dollar noch deutlich negativ. Für 2025 stellt das Management dem nun rund 1 Mrd. US-Dollar EBITDA und etwa 550 Mio. US-Dollar freien Cashflow gegenüber – ein kompletter Neustart der Finanzkraft.

Auch die Bilanz hat sich sichtbar gedreht. Die Barmittel stiegen auf 553,6 Mio. US-Dollar, während die Gesamtverschuldung auf 340,5 Mio. US-Dollar sank. Unterm Strich spricht das Unternehmen von einer Netto-Cash-Position. Beiträge kamen dabei unter anderem aus Rochester, Las Chispas und Kensington.

New Gold: Die Übernahme als nächster Hebel

Der zweite große Kurstreiber liegt nicht in der Vergangenheit, sondern in der Transaktion, die gerade Richtung Ziellinie läuft. Am 27. Januar 2026 stimmten die Aktionäre von Coeur und New Gold mit deutlicher Mehrheit für die geplante Übernahme. Zusätzlich erließ der Supreme Court of British Columbia die finale Anordnung zur Umsetzung des Plans.

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Ganz durch ist der Deal aber noch nicht: Es fehlt unter anderem die Freigabe nach dem Investment Canada Act sowie weitere übliche Abschlussbedingungen. Der Vollzug wird derzeit für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet.

Die Dimension ist groß: Mit den zwei kanadischen New-Gold-Minen würde ein Verbund mit sieben nordamerikanischen Standorten entstehen. Erwartet werden für 2026 rund 3 Mrd. US-Dollar EBITDA und 2 Mrd. US-Dollar freier Cashflow – basierend auf etwa 20 Mio. Unzen Silber, 900.000 Unzen Gold und 100 Mio. Pfund Kupfer. Damit käme zusätzlich Kupfer-Exposure ins Portfolio.

Vor dem Closing wird auch das Board neu sortiert: Am 17. Februar 2026 ernannte Coeur den New-Gold-CEO Patrick Godin sowie Marilyn Schonberner unter Vorbehalt zu Direktoren. Gleichzeitig trat N. Eric Fier zum 16. Februar 2026 zurück, laut Unternehmen aus anderen geschäftlichen Gründen.

2026: Ziele, Reserven – und der Markt schaut genau hin

Für 2026 gab Coeur (ohne New Gold) eine Produktionsprognose von 390.000 bis 460.000 Unzen Gold sowie 18,2 bis 21,3 Mio. Unzen Silber aus. Parallel meldete das Unternehmen zum Jahresende 2025 gestiegene Reserven: nachgewiesene und wahrscheinliche Reserven liegen nun bei 4,4 Mio. Unzen Gold und 274,4 Mio. Unzen Silber. Auffällig ist Wharf: Dort stiegen die Goldreserven um 65% auf 1,25 Mio. Unzen – und verlängern die erwartete Minenlaufzeit auf rund 12 Jahre.

An der Börse spiegelt sich die neue Erwartungshaltung bereits wider: Am Freitag schloss die Aktie bei 22,99 Euro – ein neues 52‑Wochen‑Hoch.

Entscheidend wird nun die Umsetzung: Coeur stellt für 2026 weitere Rekorde aus dem bestehenden Portfolio in Aussicht und plant den Abschluss der New-Gold-Übernahme in der ersten Jahreshälfte 2026. Spätestens mit den nächsten Quartalszahlen am 5.–6. Mai 2026 dürfte der Markt anhand von Produktion, Kostenentwicklung und Cashflow messen, ob das Rekordjahr 2025 der neue Normalzustand wird.

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