Ein ehrgeiziges Umsatzziel von bis zu 55 Millionen Euro für das Jahr 2026 steht mageren Erlösen von 250.000 Euro im Vorjahr gegenüber. Wenn das Management des KI-Robotik-Spezialisten Circus SE am 28. März vor die Investoren tritt, reicht eine gute Vision allein nicht mehr aus. Der Markt fordert belastbare Beweise, dass sich die laufenden Pilotprojekte in zahlungswirksame Aufträge verwandeln lassen.

Der Hamburger Entwickler von autonomen Kochrobotern hat die Erwartungen massiv in die Höhe geschraubt. Die Unternehmensführung verweist auf über 8.000 Vorbestellungen mit einem theoretischen Umsatzpotenzial von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Bislang scheitert es jedoch an der Umwandlung dieser reinen Absichtserklärungen in verbindliche Verträge. Diese fundamentale Diskrepanz spiegelt sich drastisch im Chartbild wider: Auf Jahressicht verzeichnet das Papier einen Verlust von 70,88 Prozent und ging gestern bei einem Schlusskurs von lediglich 6,64 Euro aus dem Handel.

Pilotprojekte müssen liefern

Um die extrem hohe Umsatzprognose zu stützen, ruhen die Hoffnungen auf drei zentralen Partnerschaften. Bei REWE in Düsseldorf läuft aktuell ein achtmonatiger Test eines autonomen Kochroboters direkt im Supermarkt. Parallel dazu nutzt die Bundeswehr das System zur Truppenversorgung in ausgewählten Kasernen, während Mercedes-Benz die Integration in der Werkskantine Sindelfingen für den Sommer 2026 plant.

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Die infrastrukturellen Voraussetzungen für einen breiten Roll-out sind laut Unternehmensangaben bereits geschaffen. Der globale Auftragsfertiger Celestica hat in Asien entsprechende Produktionskapazitäten für eine vierstellige Stückzahl aufgebaut. Um potenziellen Kunden die hohen Anschaffungskosten zu erleichtern, flankiert eine neue Leasing-Kooperation mit einer LBBW-Tochter den geplanten Vertrieb.

Der entscheidende Termin in München

Der anstehende Investor Day in der Münchner Motorworld am 28. März fungiert somit als harter Katalysator für die weitere Kursentwicklung. Das Management muss an diesem Termin detaillierte Auslieferungszeitpläne vorlegen und den erfolgreichen Übergang der Testphasen bei Großkunden wie REWE und Mercedes-Benz in feste Kaufverträge belegen. Gelingt dieser Nachweis der tatsächlichen Kommerzialisierung nicht, droht dem charttechnisch stark angeschlagenen Papier unweigerlich weiterer Verkaufsdruck.

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