Circus SE Aktie: Produktion läuft – Kasse noch leer
Serienfertigung abgeschlossen, Pilotprojekte laufen, 8.000 Vorbestellungen im Buch — und trotzdem kaum Umsatz. Circus SE hat den technisch anspruchsvollen Schritt zur industriellen Massenproduktion geschafft, steht aber vor der eigentlich kritischen Aufgabe: der Umwandlung von Testprogrammen in echte Einnahmen.
Vom Labor zur Fabrik
Gemeinsam mit dem Fertigungspartner Celestica hat Circus SE die Industrialisierung seines Kochroboters CA-1 abgeschlossen. In Suzhou, China, läuft die Serienfertigung — eine Produktionsstätte, die innerhalb von sechs Monaten hochgezogen wurde. Das Gerät ist technisch komplex: über 29.000 Einzelteile, rund 150 Qualitätstests, bis zu 36 gekühlte Zutaten und mehr als 500 Gerichte pro Ladung, vollständig autonom zubereitet. Die Kapazitäten reichen für vierstellige Stückzahlen.
Parallel dazu laufen Pilotprogramme mit der Bundeswehr, in REWE-Filialen in Düsseldorf sowie — ab Sommer 2026 — in der Mercedes-Benz-Kantine in Sindelfingen. Mit der ukrainischen Verteidigungsplattform BRAVE1 wurde zudem ein Rahmenabkommen unterzeichnet.
Das eigentliche Problem: Vorbestellungen zahlen keine Rechnungen
Die Produktion steht bereit. Das Geschäftsmodell noch nicht vollständig. Im Jahr 2025 standen einem Umsatz von gerade einmal 0,25 Millionen Euro operative Verluste von knapp 15 Millionen Euro gegenüber. Für 2026 plant das Unternehmen Erlöse zwischen 44 und 55 Millionen Euro — ein Sprung, der fast ausschließlich davon abhängt, dass Vorbestellungen in zahlungswirksame Aufträge umgewandelt werden.
Um die Einstiegshürde zu senken, hat Circus in Kooperation mit einer LBBW-Tochter ein Leasingmodell eingeführt. Die rund 30 Millionen Euro, die Ende 2024 bei institutionellen Investoren eingesammelt wurden, sollen Expansion und Roll-out finanzieren. Der erwartete operative Verlust von sechs bis acht Millionen Euro für 2026 erscheint vertretbar — aber nur, wenn das Umsatzziel tatsächlich erreicht wird.
Investorentag am 28. März als Belastungstest
Die Aktie notiert rund 73 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 22,80 Euro und hat seit Jahresbeginn knapp die Hälfte ihres Wertes verloren. Der Markt wartet auf Substanz.
Am 28. März präsentiert das Management auf dem Investorentag in der Münchner Motorworld konkrete Auslieferungspläne. Gelingt dort der Nachweis, dass Partner wie REWE oder Mercedes-Benz nach den Pilotphasen verbindliche Verträge unterzeichnen, erhält die Umsatzprognose ein reales Fundament. Verzögern sich die Auslieferungen hingegen weiter, dürfte der Druck auf die Aktie zunehmen — die seit Jahresbeginn bereits um fast 50 Prozent gefallen ist.
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