Die Berner Kantonalbank (BEKB) emanzipiert sich zunehmend vom klassischen Zinsgeschäft. Im Geschäftsjahr 2025 gelang es dem Institut, Ertragsausfälle durch ein starkes Kommissions- und Beratungsgeschäft aufzufangen. Diese Neuausrichtung spiegelt sich nun in einer deutlichen Kursrally wider.

Kommissionen kompensieren Zinsschwäche

Der Reingewinn der Bank sank im Geschäftsjahr 2025 zwar leicht um 2,9 Prozent auf 175,4 Millionen Franken, das operative Bild zeigt jedoch eine erfolgreiche Transformation. Während das Zinsengeschäft markant tiefer ausfiel, kletterte der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 9,5 Prozent auf 126 Millionen Franken. Vor allem die steigende Nachfrage nach Anlage- und Vorsorgeberatung reduzierte die Abhängigkeit von der Zinsmarge deutlich.

Ein zentraler Pfeiler dieser Entwicklung ist das Wachstum der verwalteten Vermögen, die um 5,8 Prozent auf 45,31 Milliarden Franken stiegen. Gleichzeitig blieb das Kreditgeschäft mit einem Zuwachs von 4,6 Prozent bei den Hypotheken robust. Dass die Bank finanziell auf einem soliden Fundament steht, zeigt der Free-Cash-Flow der letzten fünf Jahre: Mit 814 Millionen Franken übertraf die BEKB ihr eigenes Ziel von maximal 550 Millionen Franken massiv.

Investitionen in die digitale Infrastruktur

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Um die Ertragsbasis langfristig zu sichern, investiert die BEKB verstärkt in IT-Management und Cybersicherheit. Die Kosten für zusätzliches Personal und die Automatisierung von Prozessen ließen den Geschäftsaufwand zwar um 5,1 Prozent steigen, sollen aber die Effizienz im Beratungsgeschäft erhöhen. Mit einer Gesamtkapitalquote von 20,4 Prozent und einem stabilen „Aa2“-Rating von Moody’s verfügt das Institut über den nötigen Spielraum für diesen Umbau.

Aktie nähert sich Rekordmarke

Anleger quittierten den Strategiewechsel zuletzt mit deutlichen Käufen. Mit einem aktuellen Kurs von 391,00 CHF notiert das Papier nur noch rund 1,3 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 396,00 CHF. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus bereits auf über 25 Prozent. Allerdings mahnt der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem extrem hohen Wert von 88,5 zur Vorsicht, da der Titel technisch als massiv überkauft gilt.

Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau. Die nächsten Fixpunkte für Aktionäre sind die Generalversammlung am 12. Mai sowie die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am 13. August 2026.

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