Die Carnival Firenze verlässt die Westküste. Carnival Cruise Line streicht 11 Herbstfahrten ab Long Beach und bereitet das Schiff auf eine dauerhafte Verlegung nach New York City vor — ein Schritt, der mehr über die Wachstumsstrategie des Konzerns verrät als mancher Quartalsbericht.

Firenze wechselt die Küste

Die gestrichenen Fahrten waren zwischen dem 12. Oktober und dem 16. November 2026 angesetzt. Betroffene Passagiere können umbuchen oder erhalten eine vollständige Rückerstattung; wer bis zum 25. März 2026 umbucht, bekommt zusätzlich ein Bordguthaben von 50 US-Dollar pro Person.

Die Firenze, ursprünglich für Costa Cruises gebaut und Anfang 2024 zu Carnival gewechselt, soll zunächst nach Miami wechseln und ab Sommer 2027 dauerhaft von New York City aus fahren. Dort übernimmt sie die Rolle der Carnival Venezia und bietet ab dem 27. Mai 2027 vier- und fünftägige Fahrten nach Bermuda und Kanada an. Das Konzept „Fun Italian Style" — eine Mischung aus florentinischem Flair und typischer Carnival-Atmosphäre — soll gezielt die Nachfrage nach thematischen Reisen an der Ostküste bedienen. Das Schiff fasst rund 4.126 Passagiere bei Doppelbelegung.

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Parallel passte Carnival auch Routen der Carnival Panorama ab Long Beach an. Ziele wie Cabo San Lucas bleiben im Programm, Hafenzeiten und Reihenfolgen wurden jedoch angepasst — ein Hinweis darauf, dass geopolitische Spannungen rund um mexikanische Reiseziele die Routenplanung weiterhin beeinflussen.

Quartalszahlen am 27. März

Die Flottenentscheidungen fallen in einen strategisch bedeutsamen Moment. Am 27. März 2026 präsentiert Carnival die Ergebnisse des ersten Quartals 2026. Der Markt erwartet einen Gewinn je Aktie von über 0,18 US-Dollar — rund 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum — sowie einen Umsatz von 6,13 Milliarden US-Dollar.

Die Ausgangslage ist solide: 2025 erzielte Carnival Rekorderlöse von 26,6 Milliarden US-Dollar, das operative Ergebnis stieg um 25 Prozent auf 4,5 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Konzern ein bereinigtes Nettoergebnis von 3,5 Milliarden US-Dollar an — erneut ein Rekordwert. Rund zwei Drittel des Jahres sind laut Unternehmensangaben bereits ausgebucht, Buchungspreise befinden sich auf historischen Höchstständen.

Die Aktie notiert aktuell bei 21,24 Euro und liegt damit rund 14 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt — trotz der operativ starken Ausgangslage ein deutliches Zeichen, dass der Markt kurzfristige Belastungen einpreist. Die Quartalspräsentation am 27. März wird zeigen, ob die Buchungsdynamik die Erwartungen bestätigt und den Titel wieder in ruhigeres Fahrwasser bringt.

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