Canopy Growth Aktie: Trendwende möglich?
Canopy Growth hat in fünf Jahren rund 99% seines Börsenwertes verloren – von einst 14 Milliarden Dollar auf heute knapp 500 Millionen Dollar. Doch zuletzt zeigen einige Kennzahlen nach oben. Ob das den Beginn einer echten Erholung markiert, hängt von mehreren Faktoren ab, die sich in den kommenden Wochen entscheiden.
Licht und Schatten im dritten Quartal
Die Quartalsumsätze verharren mit 75 Millionen kanadischen Dollar auf Vorjahresniveau – ein Zeichen, dass das Wachstum stockt. Gleichzeitig schrumpfte der Nettoverlust um 49% gegenüber dem Vorjahr, der Verlust je Aktie sank von CA$1,11 auf CA$0,18. Auch der bereinigte EBITDA-Verlust verbesserte sich um 17% auf CA$3 Millionen – das dritte Quartal in Folge mit positiver Tendenz.
Im kanadischen Heimatmarkt läuft es vergleichsweise gut: Der Umsatz mit Freizeitkonsumenten wuchs um 8%, medizinisches Cannabis legte sogar 15% zu. Das Auslandsgeschäft trübte das Bild jedoch deutlich. Die internationalen Cannabisumsätze brachen um 31% ein, bedingt durch Lieferkettenprobleme in Europa. Auch die Vaporizer-Sparte Storz & Bickel verzeichnete ein Minus von 9%. In Summe führte das zu einem Rückgang der Bruttomarge um drei Prozentpunkte auf 29%.
MTL-Übernahme und Bilanzstärkung als nächste Meilensteine
Ein konkreter Katalysator steht unmittelbar bevor: Die Übernahme von MTL Cannabis Corp. soll noch im laufenden Quartal – also bis Ende März – abgeschlossen werden. Die MTL-Aktionäre stimmten der Transaktion im Februar mit 99,97% der abgegebenen Stimmen zu, bei einer Beteiligung von rund 89%. Das Management erwartet durch den Zusammenschluss Skaleneffekte und eine verbesserte Margenstruktur.
Darüber hinaus hat Canopy Growth im Januar 2026 eine Rekapitalisierung abgeschlossen, durch die alle ausstehenden Verbindlichkeiten auf Fälligkeiten bis 2031 verlängert wurden. Seit März 2025 wurden annualisierte Kosteneinsparungen von CA$29 Millionen realisiert – nach eigenen Angaben über den ursprünglichen Erwartungen. Die Verwaltungskosten (SG&A) sanken im dritten Quartal um 12% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, getrieben durch Stellenabbau und geringere Fremdleistungskosten.
US-Markt bleibt ein fernes Versprechen
Eine vollständige Legalisierung von Cannabis auf US-Bundesebene ist weiterhin nicht in Sicht. Zwar unterzeichnete Präsident Trump eine Verfügung zur Umstufung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III – was unter anderem den Zugang zu Bankdienstleistungen erleichtern und steuerliche Abzüge ermöglichen würde. Eine Legalisierung ist damit jedoch nicht verbunden. Canopy Growth muss deshalb weiterhin vorsichtig agieren, um seine Nasdaq-Notierung nicht zu gefährden.
Für das Geschäftsjahr 2027 peilt das Unternehmen ein positives bereinigtes EBITDA an. Die Grundlage dafür soll die Kombination aus der MTL-Akquisition, weiter sinkenden Kosten und einer schrittweisen Erholung des europäischen Geschäfts bilden – wo das Management für das vierte Quartal und darüber hinaus sequenzielle Umsatzverbesserungen erwartet, sobald die Blumenlieferungen ausgeweitet und die EU-GMP-Zertifizierungen voranschreiten.
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