Canopy Growth steht vor einem entscheidenden Abschnitt: Die Übernahme von MTL Cannabis steht kurz vor dem Abschluss, die Rekapitalisierung ist vollzogen – doch die Aktie hat im vergangenen Jahr rund 40% verloren. Ein Blick auf die aktuelle Lage des kanadischen Cannabis-Konzerns kurz vor Ende des Geschäftsjahres.

MTL Cannabis: Zustimmung der Aktionäre liegt vor

Die Übernahme von MTL Cannabis Corp. nimmt konkrete Formen an. Am 17. Februar 2026 stimmten die MTL-Aktionäre der Transaktion zu – und zwar mit überwältigender Mehrheit: 99,97% der abgegebenen Stimmen fielen positiv aus. Die Abstimmungsquote lag bei rund 89%, was auf breite Unterstützung für den Zusammenschluss hindeutet.

Der Vollzug der Transaktion wird bis Ende März 2026 erwartet. Noch ausstehend sind abschließende Genehmigungen durch Gerichte und weitere Dritte. CFO Thomas Stewart betont die strategische Logik: MTL erzielt historisch höhere Bruttomargen als Canopy selbst. Die Integration soll sowohl die Bruttomarge als auch das bereinigte EBITDA verbessern. Mittelfristig peilt das Unternehmen eine kombinierte Bruttomarge im mittleren bis hohen 30-Prozent-Bereich an.

Q3 GJ2026: Umsatzplus, aber Margendruck

Am 6. Februar 2026 legte Canopy Growth die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 (per 31. Dezember 2025) vor. Der Konzernumsatz blieb mit C$74,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Der Nettoverlust je Aktie verbesserte sich jedoch deutlich auf C$0,18 – nach C$1,11 im Vorjahresquartal.

Im kanadischen Geschäft zeigt sich Dynamik: Die Erlöse aus medizinischem Cannabis stiegen um 15% auf C$23 Mio., im Freizeitbereich betrug das Plus 8% auf ebenfalls C$23 Mio. Treiber waren vor allem infundierte Pre-Roll-Joints und neue All-in-One-Vapes unter den Marken Tweed, 7ACRES und Claybourne. Die Tochter Storz & Bickel verzeichnete sequenziell ein Umsatzwachstum von 45%, angetrieben durch den neuen VEAZY Vaporizer.

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Allerdings schrumpfte die Bruttomarge konzernweit um 300 Basispunkte auf 29%. Hauptgründe: geringere Verkäufe margenstarker Produkte im internationalen Cannabis-Geschäft sowie erhöhte Bestandsabschreibungen. In Europa belasten anhaltende Lieferkettenprobleme.

Bilanz gestärkt, Schulden gestreckt

Im Januar 2026 schloss Canopy Growth eine strategische Rekapitalisierung ab. Sämtliche ausstehenden Schulden wurden bis 2031 verlängert. Bereits im zweiten Fiskalquartal hatte das Unternehmen US$50 Mio. auf ein besichertes Darlehen zurückgezahlt – das spart jährlich US$6,5 Mio. Zinsaufwand. Der Mittelabfluss sank von US$56 Mio. auf US$19 Mio. innerhalb der letzten zwölf Monate. Die vormals drohenden Going-Concern-Warnungen sind vom Tisch.

Kurs unter Druck, US-Regulierung bleibt Hürde

Am 4. März 2026 notierte die Aktie bei $1,08 – ein Wochenminus von 7,69%. Auf Jahressicht beträgt der Verlust 40%, während die Branche im Schnitt 16% einbüßte. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund $398 Mio.

Präsident Donald Trump unterzeichnete eine Verordnung zur Umklassifizierung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III. Das könnte den Zugang zu Bankdienstleistungen erleichtern und steuerliche Abzüge ermöglichen. Allerdings bleibt Cannabis in den USA nicht bundesweit legal – Canopy muss daher weiterhin vorsichtig agieren, um die Nasdaq-Notierung nicht zu gefährden.

Ausblick: Profitabilität noch nicht erreicht

Das kanadische Geschäft stabilisiert sich, doch Gesamtvisibilität bleibt begrenzt. Canopy erwartet weiteres Wachstum durch Innovationen bei Pre-Rolls und Vapes sowie verbesserte Blütenqualität. Im medizinischen Segment sorgt stetiges Patientenwachstum für Unterstützung. Storz & Bickel dürfte nach einem traditionell starken dritten Quartal im vierten Quartal sequenziell schwächer abschneiden.

Mit der MTL-Übernahme strebt das Management Skaleneffekte und eine Verbesserung der Margen an. Für das Geschäftsjahr 2027 wird ein positives bereinigtes EBITDA angepeilt. Der Abschluss der MTL-Transaktion, laufende Kostensenkungen und die sich wandelnde US-Regulierung machen die kommenden Wochen zu einer entscheidenden Phase für Canopy Growth.

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