Canopy Growth Aktie: Politischer Hoffnungsschimmer
Die Aktie von Canopy Growth spürt nach langer Talfahrt wieder Aufwind. Auslöser ist die Hoffnung auf eine historische Wende in der US-Drogenpolitik durch Präsident Trump, die den gesamten Sektor beflügeln könnte. Doch während die politische Fantasie die Kurse kurzfristig treibt, mahnen das angeschlagene Chartbild und eine potenzielle Aktienflut weiterhin zur Vorsicht.
Steuerreform als Kurstreiber
Verantwortlich für die positive Stimmung ist eine Anordnung von Präsident Trump vom Dezember, die eine Umklassifizierung von Cannabis von „Schedule I“ auf „Schedule III“ vorsieht. Experten bezeichnen diesen Schritt als die bedeutendste Änderung der US-Drogenpolitik seit über 50 Jahren.
Für Unternehmen wie Canopy Growth geht es dabei primär um bares Geld: Die Herabstufung würde das belastende Steueregime nach „Section 280E“ beenden. Diese Regelung verbietet es Cannabis-Firmen bislang, gewöhnliche Betriebsausgaben steuerlich geltend zu machen. Ein Wegfall dieser Hürde würde die finanzielle Situation der Betreiber schlagartig verbessern, auch wenn die regulatorische Umsetzung noch Zeit in Anspruch nehmen dürfte.
Chartbild und Kapitalmaßnahmen
Trotz des jüngsten Anstiegs von über 4 Prozent bleibt die technische Lage fragil. Der Titel notiert weiterhin unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten der letzten 20 und 100 Tage und hat auf Jahressicht fast die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Der RSI-Indikator signalisiert neutrales Terrain, während der MACD weiterhin bärischen Druck anzeigt. Eine wichtige Unterstützung liegt bei der Marke von 1,00 US-Dollar.
Zusätzlich sorgt eine Kapitalmaßnahme für Unsicherheit: Eine kürzlich eingereichte SEC-Registrierung ermöglicht den Verkauf von über 52 Millionen Aktien durch bestehende Investoren. Dies könnte zu einem Überangebot an Papieren führen und den Kurs belasten. Immerhin konnte das Unternehmen durch eine Refinanzierung im Januar die Liquidität sichern und verfügt nun über rund 425 Millionen Kanadische Dollar in der Kasse.
Quartalszahlen und Analysten im Fokus
Der Blick der Anleger richtet sich nun auf konkrete operative Daten. Am 6. Februar 2026 veröffentlicht Canopy Growth die Zahlen für das dritte Quartal. Der Markt erwartet einen Verlust von 0,03 Dollar pro Aktie, was einer Verbesserung von 96 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Zudem soll die Übernahme von MTL Cannabis bis Ende Februar abgeschlossen sein und den Unternehmenswert stärken. Analysten bleiben vorerst abwartend: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 3,13 Dollar, wobei die Einschätzungen weit auseinandergehen.
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