Die BYD-Aktie legte am Montag in Hongkong über vier Prozent zu – und das trotz eines massiven Verkaufsrückgangs im Februar. Der Grund: eine Ankündigung des chinesischen E-Auto-Konzerns, die für Mittwoch eine „disruptive Technologie" verspricht. Während die Verkaufszahlen den stärksten Einbruch seit sechs Jahren zeigen, könnte das anstehende Event die Weichen für die Zukunft neu stellen.

Februar-Zahlen: Absturz auf breiter Front

BYD meldete für Februar einen Rückgang der Fahrzeugverkäufe um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit 190.190 verkauften NEV-Einheiten markierte der Monat den sechsten Rückgang in Folge – der stärkste seit Februar 2020, als die Pandemie die Wirtschaft lahmlegte.

Die reinen Elektrofahrzeug-Verkäufe brachen um 36,3 Prozent auf 79.539 Einheiten ein. Verantwortlich dafür war vor allem das Timing des chinesischen Neujahrsfests, das vom 15. bis 23. Februar Produktion und Einzelhandel nahezu zum Erliegen brachte. Im Vorjahr fiel das Fest größtenteils in den Januar, was die Vergleichsbasis verschob.

Historische Wende: Erstmals mehr Exporte als Inlandsverkäufe

Trotz des Einbruchs erreichte BYD einen bemerkenswerten Meilenstein: Erstmals überstiegen die Auslandsverkäufe in einem einzelnen Monat die inländischen Auslieferungen.

BYD exportierte im Februar 100.600 NEV – ein Plus von 50,09 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der vierte Monat in Folge mit mehr als 100.000 exportierten Einheiten. Die aggressive Expansionsstrategie trägt Früchte: Im Januar verzeichnete BYD in der EU, Großbritannien und den EFTA-Staaten fast eine Verdreifachung der Neuzulassungen auf über 18.000 Einheiten. Damit überholte der Konzern Tesla auf dem europäischen Markt, dessen Zulassungen um 17 Prozent zurückgingen.

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Was am 5. März in Shenzhen kommt

BYD kündigte über seine WeChat-Plattform eine Technologie-Präsentation für den 5. März in der Shenzhen-Zentrale an. Details hielt das Unternehmen zurück, doch Branchenberichten zufolge dürfte die „Blade Battery 2.0" im Mittelpunkt stehen. Die neue Batteriegeneration soll eine Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg erreichen und mehr als 3.000 Ladezyklen verkraften.

Parallel plant BYD offenbar den Ausbau seiner Ladeinfrastruktur. Neue Ladestationen mit einer Spitzenleistung von 1.500 kW – 50 Prozent mehr als die erste Generation – könnten in fünf Minuten etwa 400 Kilometer Reichweite nachladen.

Auch die Software steht im Fokus: Erwartet wird ein Update des Fahrerassistenzsystems „God's Eye" auf Version 5.0.

Gegenmittel im Inland: Sieben Jahre Finanzierung

Um der schwachen Nachricht in China zu begegnen, hat BYD Ende Februar großzügige Finanzierungsangebote aufgelegt. Die Marken des Konzerns bieten nun niedrig verzinste Kredite mit Laufzeiten bis zu sieben Jahren an. Da chinesische Regulierungsbehörden direkte Preiskämpfe unterbinden, setzen Hersteller verstärkt auf flexible Finanzierungsmodelle – sie senken die Kaufhürde, schonen aber die Margen.

Seit Jahresbeginn 2026 zahlen chinesische NEV-Käufer zudem eine Kaufsteuer von fünf Prozent. Die zusätzliche Belastung und der Wegfall früherer Förderprogramme drücken auf die gesamte Branche.

Ausblick: Technologie gegen Inlandsflaute

Jefferies prognostiziert für 2026 Exporte von 1,5 Millionen Fahrzeugen – ein Anstieg von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland will BYD sein Händlernetz von derzeit 120 auf 300 Standorte bis Ende des Jahres ausbauen. Zudem sind bis zu 300 Megawatt-Ladepunkte in Europa geplant.

Ob die angekündigten Innovationen bei Batterien und Ladetechnik sowie die Erfolge in Europa die Schwäche im Heimatmarkt ausgleichen können, wird sich zeigen. Am 5. März könnte sich entscheiden, ob BYD die technologische Führung zurückerobert – vorausgesetzt, die Ankündigungen halten, was sie versprechen.

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