Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB verhandelt mit Rheinmetall über eine Kooperation bei einem der größten Bundeswehr-Projekte aller Zeiten. Es geht um SATCOMBw Stufe 4 – ein Satellitennetzwerk mit geschätzten Projektkosten von bis zu 10 Milliarden Euro. Gleichzeitig zeigt das operative Geschäft deutliches Wachstum: Die Gesamtleistung legte in den ersten neun Monaten 2025 um 21 Prozent zu.

Rheinmetall-Partnerschaft für Mega-Ausschreibung

Die Gespräche zwischen OHB und Rheinmetall sind offiziell bestätigt. Ziel ist der gemeinsame Zuschlag für SATCOMBw Stufe 4 – ein Netzwerk aus 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit, das die Bundeswehr weltweit vernetzen soll. Die Aufgabenteilung ist klar: Rheinmetall übernimmt als Systemhaus die militärische Integration, OHB liefert Satellitenfertigung und Engineering.

Konkurrenz droht von Airbus Defense and Space, das bereits die Vorgängerprojekte SATCOMBw Stufe 2 und 3 betreibt. Auch der europäische Luftfahrtriese führt Gespräche mit dem Verteidigungsministerium.

OHB hat sich bereits vorbereitet: Im Oktober 2025 übernahm der Konzern ein Werk in Schöneck, Sachsen, um die Kapazitäten für eine mögliche Serienfertigung aufzubauen. Bei einem Auftrag dieser Größenordnung wären dreistellige Stückzahlen zu produzieren.

Ariane 6 bringt zusätzlichen Schub

Am 12. Februar gelang der erste erfolgreiche Start der Ariane 64 – mit 32 Satelliten für Amazons Breitbandnetz an Bord. Die Rakete transportierte nahezu doppelt so viel Nutzlast wie die Basisvariante. OHB profitiert über die Tochter MT Aerospace, die Tank- und Hüllenstrukturen fertigt. Der Anteil am Raketenwert liegt bei rund 10 Prozent.

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Amazon hat 18 Starts fest gebucht – der größte kommerzielle Vertrag in der Geschichte von Arianespace. Seit Oktober 2025 gehört MT Aerospace vollständig zu OHB. Die Erträge aus dem Produktionshochlauf fließen damit komplett in die Konzernbilanz.

Starkes Wachstum bestätigt

In den ersten neun Monaten 2025 erreichte OHB eine Gesamtleistung von 863,5 Millionen Euro – ein Plus von 21 Prozent. Das EBITDA stieg von 62,4 Millionen auf 75,5 Millionen Euro. Für 2026 sind 1,4 Milliarden Euro Gesamtleistung bei 11 Prozent EBITDA-Marge geplant, 2028 sollen mehr als 2,0 Milliarden Euro bei über 12 Prozent Marge erreicht werden.

Basis für die Prognosen sind steigende Budgets der ESA, der EU und nationaler Kunden – mit wachsender Bedeutung des Verteidigungssektors. Die Marktkapitalisierung kletterte 2026 auf 4,37 Milliarden Euro, ein Anstieg von 193 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bilanzpressekonferenz am 19. März

Den testierten Konzern-Jahresabschluss 2025 präsentiert OHB am 19. März 2026. Die Zahlen dürften zeigen, ob sich die operative Dynamik auch in der Profitabilität niederschlägt. Parallel dazu läuft der Vergabeprozess für SATCOMBw Stufe 4 – eine Entscheidung mit erheblicher strategischer Tragweite für den Bremer Konzern.

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