BYD befindet sich in einer ungewöhnlichen Lage: Die Exportzahlen brechen Rekorde, während der Heimatmarkt schwächelt. Gleichzeitig deutet der Konzern eine mögliche Formel-1-Beteiligung an – und am 26. März legt er seinen vollständigen Jahresbericht 2025 vor.

Zweigeteiltes Wachstum

Im Februar übertrafen BYDs Auslandslieferungen erstmals die Inlandsverkäufe. Rund 100.600 Fahrzeuge wurden exportiert – ein Plus von etwa 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 peilt der Konzern 1,3 Millionen Exporteinheiten an, nachdem 2025 erstmals die Marke von einer Million überschritten wurde.

Gleichzeitig brachen die Gesamtverkäufe im Februar um 41 Prozent ein. Als Hauptursache gilt das verlängerte Neujahrsfest, das Produktion und Handel in China weitgehend lahmlegte. Hinzu kommt ein Kalendereffekt: Im Vorjahr fiel das Fest größtenteils in den Januar. Strukturell belasten zudem eine neue Kaufsteuer von fünf Prozent auf Elektrofahrzeuge sowie das Auslaufen früherer Subventionsprogramme. Laut Leon Cheng, Mobilitätsexperte bei der Unternehmensberatung YCP, ist BYDs Marktführerschaft in China real, aber der Vorsprung schrumpft – Wettbewerber wie Geely und Leapmotor gewinnen im mittleren Preissegment an Boden.

Technologie und Europa

In Shenzhen präsentierte BYD zuletzt zwei technologische Upgrades: Die „Blade Battery 2.0" verspricht fünf Prozent mehr Energiedichte gegenüber dem Vorgänger. Das „Megawatt Flash Charging 2.0" soll mit bis zu 1.500 kW Ladeleistung rund 400 bis 500 Kilometer Reichweite in etwa fünf Minuten nachladen – und das auch an herkömmlichen 100-kW-Netzanschlüssen, was die Installationskosten um rund 60 Prozent senken soll. Bis Ende 2026 plant BYD den Aufbau von 20.000 Schnellladestationen in China, von denen bereits über 4.200 in Betrieb sind.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?

In Europa überholte BYD Tesla im Januar bei den Neuzulassungen. Das Werk in Ungarn befindet sich in der Hochlaufphase, die Serienproduktion soll im zweiten Quartal starten. In Deutschland ist eine Erweiterung des Händlernetzes auf über 350 Standorte geplant, verbunden mit dem Ziel, jährlich mehr als 50.000 Fahrzeuge abzusetzen.

Formel 1 und der Jahresbericht als nächste Wegmarken

Parallel dazu prüft BYD offenbar einen Einstieg in die Formel 1 – bevorzugt durch die Übernahme eines bestehenden Teams. Als naheliegendster Kandidat gilt Alpine, das Renault-Team, das neben der F1 auch in der Langstrecken-WM antritt. Die neuen Antriebsregeln der Saison 2026 erhöhen den elektrischen Anteil erheblich: Der neue MGU-K liefert 350 kW an die Hinterräder, rund die Hälfte der Gesamtleistung stammt damit aus dem Elektromotor. Für einen Konzern, der Batterien, Motoren und Leistungselektronik selbst entwickelt, ist das Technologieumfeld der F1 damit deutlich relevanter als unter den alten Regularien.

Der entscheidende Datenpunkt für die nähere Zukunft ist der Jahresbericht am 26. März. Für die ersten neun Monate 2025 wies BYD einen Umsatz von rund 566 Milliarden Yuan aus – ein Plus von 12,75 Prozent. Der vollständige Bericht wird zeigen, wie sich die aggressive Preispolitik auf die Margen ausgewirkt hat und ob die hohen Infrastrukturinvestitionen finanziell tragfähig sind.

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...