BYD Aktie: Rekordjahr mit Dämpfer
BYD hat seine Führungsrolle im Markt für batterieelektrische Fahrzeuge 2025 zementiert und Tesla beim Absatz klar überholt. Der Konzern erreichte mit rund 4,6 Millionen verkauften Fahrzeugen seine im Jahresverlauf gesenkte Prognose und meldete ein Rekordjahr. An der Börse kam vor allem der starke Export gut an, die Aktie legte in Hongkong am Freitag deutlich zu.
Rekordzahlen, aber schwächerer Dezember
Für das Gesamtjahr 2025 lieferte BYD 4.602.436 New Energy Vehicles (NEVs) aus, ein Plus von 7,7 % gegenüber dem Vorjahr. Das ist zwar das geringste Wachstum seit fünf Jahren, in der Struktur der Zahlen steckt jedoch ein klarer Strategiewechsel.
Wesentliche Punkte:
- Starkes BEV-Wachstum: Rund 2,26 Millionen reine Elektrofahrzeuge (BEVs) setzte BYD 2025 ab, ein Zuwachs von etwa 28 % im Jahresvergleich. Damit liegt der Konzern deutlich vor Teslas gemeldeten rund 1,64 Millionen BEVs.
- Rückgang bei Plug-in-Hybriden: Die PHEV-Verkäufe sanken auf rund 2,29 Millionen Einheiten, knapp 8 % weniger als im Vorjahr. Das signalisiert eine Verschiebung der Nachfrage innerhalb des Portfolios hin zu vollelektrischen Modellen.
Auf Monatsebene zeigt sich allerdings Gegenwind im Heimatmarkt. Im Dezember 2025 fielen die Verkäufe auf 420.398 Fahrzeuge. Das entspricht einem Rückgang von 18,3 % im Jahresvergleich und 12,5 % gegenüber November. Der chinesische Markt kühlte sich damit spürbar ab.
Gleichzeitig legten die Ausfuhren kräftig zu und fingen die Schwäche im Inland mehr als auf.
Exporte als Wachstumstreiber
Die Exporte entwickelten sich 2025 zum zentralen Wachstumsmotor. Im Dezember verschiffte BYD 133.172 Fahrzeuge ins Ausland – ein Plus von 133 % gegenüber dem Vorjahresmonat und ein neuer Rekordwert.
Im Gesamtjahr überstiegen die Exporte 1,05 Millionen Einheiten. Damit bestätigt sich die aggressive Expansion nach Europa, Südostasien und Lateinamerika als tragende Säule der Wachstumsstrategie.
Diese Entwicklung gewinnt vor dem Hintergrund eines zunehmend gesättigten chinesischen Marktes an Bedeutung. Der dortige Preiskampf hat sich 2025 weiter verschärft, neue Wettbewerber wie Xiaomi und etablierte Anbieter wie Geely setzen etablierte Hersteller unter Druck. BYD kontert dies, indem es mehr Volumen in margenstärkere Auslandsmärkte lenkt.
Bemerkenswert ist auch die Entscheidung des Managements, das ursprüngliche ambitionierte Absatzziel von 5,5 Millionen Fahrzeugen im Jahresverlauf auf 4,6 Millionen zu senken. Damit konnte BYD das überarbeitete Ziel nun exakt erreichen und die Erwartungen am Markt stabilisieren, obwohl das Inlandsgeschäft zum Jahresende an Dynamik verloren hat.
BYD und Tesla: Auseinanderlaufende Entwicklungen
Der symbolische Führungswechsel im BEV-Segment zwischen BYD und Tesla spiegelt einen breiteren Branchentrend. Während BYD seine reinen Elektroverkäufe 2025 um knapp 28 % ausbauen konnte, verzeichnete Tesla einen Rückgang der Auslieferungen um rund 9 %. Gründe sind unter anderem ein älteres Modellportfolio und intensive Preissenkungen im globalen Wettbewerb.
BYD profitiert dagegen von einem breiten Angebot an Modellen und der Möglichkeit, flexibel zwischen Heimat- und Auslandsmärkten zu steuern. Die Kombination aus zunehmendem BEV-Anteil, wachsenden Exporten und angepasstem Zielkorridor hat sich im zurückliegenden Jahr als Vorteil erwiesen.
Ausblick 2026: Ziele und Börsenbild
Für 2026 richten sich die Erwartungen auf die Frage, ob BYD sein Wachstum trotz wachsender handelspolitischer Hürden in Europa und Nordamerika fortsetzen kann.
Kernpunkte des Ausblicks:
- Markterwartung: Prognosen am Markt gehen davon aus, dass BYD 2026 insgesamt etwa 5,3 Millionen Fahrzeuge verkaufen könnte.
- Exportoffensive: Das Management peilt 1,5 bis 1,6 Millionen exportierte Fahrzeuge an. Damit soll knapp ein Drittel des Absatzes außerhalb Chinas erzielt werden.
- Produktneuheiten: Wichtige Impulse werden von neuen Technologieplattformen und Luxusmodellen unter den Marken Yangwang und Fang Cheng Bao erwartet, um das Wachstum im Heimatmarkt wieder zu stärken.
Charttechnisch ist bemerkenswert, dass die Aktie positiv auf eine Kombination aus Rekordjahr und schwächerem Dezember reagiert hat. Das legt nahe, dass die Abschwächung im Inlandsgeschäft bereits weitgehend im Kurs berücksichtigt war und der Markt nun vor allem die starke internationale Entwicklung und den klaren Vorsprung vor Tesla honoriert.
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