BYD Aktie: Politischer Gegenwind
BYD geriet am Freitag kurzzeitig in den Sog der US-Sicherheitspolitik. Das Pentagon setzte den E-Autobauer für etwa eine Stunde auf eine Liste von Firmen, die angeblich das chinesische Militär unterstützen – und zog das Dokument dann ohne Begründung wieder zurück. Die Episode drückte den Kurs intraday spürbar und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem geopolitische Signale besonders genau gelesen werden.
- Pentagon-Liste: BYD kurz auf der Section-1260H-Liste, dann wieder entfernt
- Marktreaktion: Aktie zeitweise bis zu 2,7% im Minus
- Parallelthema: BYD im Finale um ein Autowerk in Mexiko (Kapazität: 230.000 Fahrzeuge/Jahr)
Pentagon zieht Dokument zurück
Das US-Verteidigungsministerium veröffentlichte eine aktualisierte Section-1260H-Liste, auf der neben BYD auch andere große chinesische Namen wie Alibaba und Baidu standen. Laut Reuters verschwand das Dokument nach rund einer Stunde wieder aus dem Federal Register.
Eine unmittelbare Erklärung blieb aus. Nach Angaben der Washington Times bat eine Stelle des Ministeriums (Privacy, Civil Liberties and Transparency Directorate) in einem Schreiben um die Entfernung, nannte aber keinen Grund. Genau diese Mischung aus Anschuldigung, Kursreaktion und anschließendem Rückzieher sorgt für zusätzliche Unsicherheit – weil offen bleibt, wie belastbar die Einordnung war.
Politischer Zeitpunkt und Mexiko-Option
Der Vorgang fällt in die Phase vor einem erwarteten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping im April. Reuters berichtet zudem, dass die US-Regierung zuletzt mehrere sicherheitspolitische Maßnahmen mit China-Bezug zurückgestellt habe, darunter ein Vorhaben gegen die US-Aktivitäten von China Telecom. Was bedeutet das für BYD? Vor allem: Politische Schlagzeilen können kurzfristig stärker auf den Kurs wirken als operative Details, selbst wenn sie später relativiert werden.
Unabhängig davon gibt es operative Nachrichten aus Nordamerika. Laut Reuters ist BYD seit Donnerstag Finalist im Bieterprozess um ein Nissan-Mercedes-Benz-Werk im mexikanischen Aguascalientes. Die Fabrik kann jährlich 230.000 Fahrzeuge bauen. Frei wird sie, weil Mercedes die Produktion nach Ungarn verlagert und Nissan langsam laufende Infiniti-Modelle streicht. Ebenfalls im Rennen: Geely und VinFast.
Druck im Heimatmarkt bleibt
Die Pentagon-Episode trifft auf eine ohnehin angespannte Ausgangslage. CNBC zufolge meldete BYD für Januar den niedrigsten Absatz bei reinen Batterie-Pkw seit fast zwei Jahren: 83.249 batterieelektrische Pkw. Insgesamt verkaufte der Konzern im Monat 205.518 Fahrzeuge inklusive Plug-in-Hybriden.
Auch an der Börse war die Stimmung bereits vorher gedämpft. Reuters zufolge sind die in Hongkong notierten Aktien seit Mai 2025 deutlich gefallen, zudem hat Berkshire Hathaway im vergangenen Jahr seine Position vollständig abgebaut.
Unterm Strich bleibt: Kurzfristig dominiert bei BYD die Politik-Schlagzeile, während der mögliche Mexiko-Deal als nächster konkrete Schritt der internationalen Expansion im Raum steht – inklusive harter Konkurrenz im Bieterprozess.
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