Während westliche Autobauer massiv Stellen streichen, schaltet BYD in den Angriffsmodus. Der chinesische Elektroauto-Riese rüstet sich mit einer neuen Nvidia-Partnerschaft für das Zeitalter des autonomen Fahrens und stellt tausende neue Mitarbeiter ein. Diese aggressive Expansion ins Ausland und in neue Technologien kommt genau zur rechten Zeit, denn auf dem Heimatmarkt stottert der Motor gewaltig.

Autonomes Fahren im Fokus

Auf der jüngsten Entwicklerkonferenz von Nvidia wurde der nächste technologische Schritt besiegelt. BYD baut künftig Fahrzeuge auf Basis der „Drive Hyperion“-Plattform des Chip-Giganten. Das Ziel ist das autonome Fahren der Stufe 4, bei dem Autos unter vordefinierten Bedingungen völlig ohne menschlichen Eingriff navigieren.

Durch die neue standardisierte Architektur verlagert BYD komplexe KI-Rechenprozesse direkt in das Fahrzeug. Das reduziert die Abhängigkeit von ständigen Cloud-Verbindungen und beschleunigt die Reaktionszeiten im Straßenverkehr erheblich. Zudem ermöglicht die Plattform eine schnellere weltweite Einführung neuer Funktionen.

Antizyklisches Wachstum und Übernahmepläne

Parallel zur technologischen Aufrüstung baut der Konzern seine Belegschaft massiv aus. Allein in den Werken in Shenshan und Xi'an sollen rund 4.000 neue Mitarbeiter für die Produktion eingestellt werden. Damit agiert BYD völlig antizyklisch zum globalen Branchentrend der Kostensenkungen.

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Gleichzeitig forciert das Management die internationale Expansion. Da der direkte Weg in die USA durch prohibitive Zölle versperrt ist, dient ein neues Handelsabkommen mit Kanada nun als strategisches Sprungbrett. Dort sanken die Einfuhrzölle für chinesische E-Autos kürzlich von 100 auf 6,1 Prozent. Innerhalb eines Jahres will BYD im Großraum Toronto 20 eigene Autohäuser eröffnen. Bemerkenswert ist dabei die Aussage von Vizepräsidentin Stella Li: Das Unternehmen prüft aktiv die Übernahme strauchelnder traditioneller Autobauer, um das internationale Wachstum weiter zu beschleunigen.

Schwächephase in China

Diese globale Ausrichtung ist auch aus der Not geboren. Auf dem chinesischen Heimatmarkt weht BYD derzeit ein rauer Wind entgegen. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 brachen die Verkaufszahlen im Jahresvergleich um rund 36 Prozent ein – selbst nach Bereinigung der saisonalen Effekte durch das chinesische Neujahrsfest.

Verantwortlich für diesen Rückgang ist vor allem die Wiedereinführung einer fünfprozentigen Kaufsteuer auf Elektroautos Ende 2025. Viele Kunden hatten ihre Käufe vorgezogen, was nun ein spürbares Nachfrageloch hinterlässt. Als Reaktion darauf weicht der Konzern verstärkt auf das Ausland aus. Im Februar übertrafen die Exporte des Unternehmens erstmals die Inlandsverkäufe.

Am 26. März wird BYD seine Jahresbilanz vorlegen und die finanziellen Auswirkungen dieser zweigleisigen Strategie offenlegen. Im Fokus der Anleger stehen dabei die Gewinnmargen. Die Zahlen müssen belegen, ob die starken Auslandseinnahmen und die Kostenvorteile der eigenen Batterieproduktion ausreichen, um die teuren neuen Werke in Ungarn, Brasilien und Thailand sowie den harten Preiskampf in China zu kompensieren. Einen Tag später, am 27. März, entscheidet der Aufsichtsrat über die finale Dividende.

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