Der chinesische EV-Gigant kommt einfach nicht zur Ruhe. Während die internationale Expansion vorangetrieben wird, holen massive Qualitätsprobleme den Konzern brutal ein. Ein erneuter Massenrückruf drückt auf die Stimmung und wirft eine entscheidende Frage auf: Ist das Vertrauen der Anleger in die Fertigungsqualität bald verspielt oder handelt es sich nur um ein temporäres Hindernis auf dem Wachstumspfad?

Qualitätsprobleme erreichen kritische Masse

Gestern schlug die chinesische Marktaufsicht Alarm. BYD muss unverzüglich 88.981 Fahrzeuge des Typs Qin PLUS DM-i in die Werkstätten zurückbeordern. Betroffen sind Modelle, die zwischen Januar 2021 und September 2023 vom Band liefen.

Der Grund für den drastischen Schritt sind Probleme mit der Konsistenz der Batteriepakete im Produktionsprozess. Das Szenario für Fahrer ist riskant: Im Extremfall verlieren die Fahrzeuge komplett die Fähigkeit, im reinen Elektromodus zu fahren. Besonders bitter für das Image des Konzerns ist, dass dieser Rückruf direkt auf einer Mängeluntersuchung der Regulierungsbehörde selbst basiert.

Es handelt sich hierbei nicht um einen isolierten Ausrutscher, sondern um ein beunruhigendes Muster, das sich durch das Börsenjahr zieht:

  • Über 210.000 Fahrzeuge mussten allein im Jahr 2025 zurückgerufen werden.
  • Mitte Oktober traf es bereits über 115.000 Modelle der Reihen Tang und Yuan Pro aufgrund von Designfehlern.
  • Im September 2024 wurden knapp 97.000 Fahrzeuge wegen defekter Lenkkontrolleinheiten zurückgerufen.

Bewertung zwischen Hoffnung und Realität

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Diese operativen Kopfschmerzen treffen auf eine ohnehin angespannte Bilanzsituation. Der brutale Preiskampf im Heimatmarkt hinterlässt tiefe Spuren: Die Verkäufe im Oktober lagen 12 Prozent unter dem Vorjahreswert, während der Gewinn im dritten Quartal um satte 33 Prozent einbrach. Die Margen stehen unter massivem Beschuss.

Das Chartbild spiegelt die Zerrissenheit der Investoren wider. Während das Papier auf Monatssicht rund 7 Prozent verlor, konnte es sich auf Wochensicht überraschend um 5,1 Prozent erholen. Doch ist die Aktie aktuell ein Schnäppchen oder eine Falle?

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21,1x notiert der Titel über dem berechneten fairen Wert von 17,3x. Dies deutet darauf hin, dass die Aktie im Vergleich zu den fundamentalen Qualitäten mit einem Aufschlag gehandelt wird. Optimistische DCF-Modelle (Discounted Cash Flow), die auf eine massive Verbesserung des Free Cash Flow bis 2035 spekulieren, sehen hingegen eine Unterbewertung von knapp 13 Prozent.

Die Diskrepanz ist offensichtlich. Wenn BYD seine Position als vertikal integrierter Batterie- und Fahrzeughersteller behaupten will, müssen diese systemischen Fertigungsmängel dringend behoben werden. Andernfalls droht das Qualitätsrisiko die langfristige Wachstumsstory zu überschatten.

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