BYD Aktie: Export-Boom trifft Chip-Sorgen
Der chinesische Elektroauto-Gigant liefert aktuell ein Bild der Gegensätze. Während die Expansionszahlen in Übersee geradezu explodieren und wichtige Handelsbarrieren fallen, warnt die US-Großbank Wells Fargo vor einem neuen Engpass in der Lieferkette. Können die starken Exportdaten die aufkommenden Produktionsrisiken kompensieren?
Dreistelliges Wachstum in Südostasien
Die operativen Nachrichten aus den internationalen Märkten stützen derzeit die Stimmung. Besonders auf den Philippinen verzeichnet BYD eine massive Beschleunigung: Im Jahr 2025 kletterten die Verkaufszahlen um spektakuläre 446 Prozent auf 26.122 Fahrzeuge.
Diese Dynamik soll durch die Einführung der Premium-Tochter Denza weiter angefacht werden. Der offizielle Marktstart ist für den 27. Februar 2026 terminiert. Unterstützt wird dieser Schritt durch ein neu etabliertes Händlernetzwerk in Partnerschaft mit ACMobility. Den Anfang macht der Van D9, gefolgt von den SUV-Modellen B8 und B5 im weiteren Jahresverlauf.
Durchbruch in Kanada und Europa
Auch abseits Asiens verbessern sich die Rahmenbedingungen. Kanada hat ein neues Quotensystem eingeführt, das den Import von jährlich 49.000 chinesischen E-Autos zu einem moderaten Zollsatz von 6,1 Prozent gestattet. Dies ersetzt die bisherige prohibitive Zusatzsteuer von 100 Prozent und öffnet BYD faktisch wieder den Zugang zu einem wichtigen G7-Markt.
Parallel dazu diversifiziert der Konzern seine Einnahmequellen in Europa. In Bulgarien ging im Januar ein 500-MWh-Energiespeicherprojekt ans Netz, das gemeinsam mit ContourGlobal realisiert wurde. Diese Infrastrukturprojekte dienen als wichtiges zweites Standbein neben dem volatilen Automobilgeschäft.
Warnung vor Chip-Knappheit
Trotz der positiven Exportdaten rückt ein neues Risiko in den Fokus. Analysten von Wells Fargo warnten gestern davor, dass Elektroautoherstellern – explizit wurden BYD und Tesla genannt – Produktionshürden durch einen Mangel an DRAM-Chips drohen könnten.
Der Hintergrund: Halbleiterhersteller priorisieren Berichten zufolge derzeit die Belieferung von Rechenzentren. Dies könnte das Angebot an Speicherchips verknappen, die für die moderne Fahrzeugelektronik essenziell sind. Just in der Phase, in der BYD sein globales Händlernetzwerk aggressiv ausbaut, entsteht hier ein greifbares Risiko für die Fertigungsziele.
Ausblick
Die weitere Kursentwicklung dürfte davon abhängen, welche Seite die Oberhand gewinnt: die aggressive internationale Expansion oder die drohenden Komponentenengpässe. Da Experten von CLSA für 2026 einen Rückgang des chinesischen Inlandsmarktes um 4 Prozent prognostizieren, ist der Erfolg im Ausland zwingend notwendig. Entscheidend wird nun sein, wie schnell BYD die neuen kanadischen Quoten nutzen kann und ob der Denza-Rollout ohne lieferkettenbedingte Verzögerungen gelingt.
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