Schwere Zeiten für Chinas Vorzeige-Autobauer. Ein massiver Rückruf im Heimatmarkt und drohende politische Sanktionen aus den USA setzen die Aktie unter enormen Druck. Statt Expansion und Wachstumsfantasie dominieren plötzlich Sorgen um Qualität und Geopolitik das Geschehen. Droht nach dem turbulenten Wochenende nun der nachhaltige Stimmungsumschwung?

Rückruf-Welle setzt sich fort

Der operative Gegenwind verschärft sich drastisch. Die chinesische Regulierungsbehörde SAMR ordnete den Rückruf von knapp 89.000 Einheiten der beliebten Qin PLUS DM-i Hybrid-Limousine an. Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen Januar 2021 und September 2023 vom Band liefen.

Das Problem trifft das Herzstück der BYD-Strategie: Die Batteriepacks. Ein Fertigungsfehler könnte im Extremfall dazu führen, dass die Batterieleistung ausfällt und der rein elektrische Betrieb unmöglich wird. Besonders alarmierend für Anleger ist der Kontext: Erst im Oktober mussten über 115.000 Fahrzeuge anderer Modellreihen zurückgerufen werden. Diese Häufung wirft berechtigte Fragen zur Qualitätskontrolle auf – kann die Produktion mit dem rasanten Skalierungstempo überhaupt noch Schritt halten?

Geopolitischer Gegenwind aus Washington

Als wäre der operative Druck nicht genug, braut sich auch politisch ein Gewitter zusammen. Berichten zufolge empfahlt das US-Verteidigungsministerium, BYD auf die sogenannte "Section 1260H"-Liste zu setzen, die chinesische Militärunternehmen identifiziert.

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Auch wenn dieser Schritt – anders als die berüchtigte "Entity List" – keine automatischen Sanktionen auslöst, wirkt er wie Gift für das Sentiment. Für institutionelle Anleger ist ein solcher Vermerk oft ein Ausschlusskriterium ("Red Flag"). Die bloße Unsicherheit über diesen Status hängt wie ein Damoklesschwert über dem Kurs.

Gewinneinbruch bestätigt Sorgen

Die fundamentalen Daten untermauern die Skepsis der Märkte. Der brutale Preiskampf im chinesischen EV-Sektor hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz des dritten Quartals 2025:

  • Nettogewinn: Ein Absturz um fast 33 Prozent auf 7,82 Milliarden RMB.
  • Umsatz: Ein Rückgang um rund 3 Prozent auf 195 Milliarden RMB.
  • Marge: Die Bruttomarge schrumpfte auf 17,6 Prozent.

Das Narrativ vom "ewigen Wachstum" bröckelt. Volumen allein reicht offensichtlich nicht mehr aus, um die fallenden Preise und steigenden Kosten zu kompensieren.

Expansion trotz Krise?

Ungeachtet dieser Belastungen versucht der Konzern, die Flucht nach vorn anzutreten. In Hongkong startete am Wochenende der Verkauf des BYD SEAL 6, um den dortigen Markt für Mittelklasse-Limousinen aufzurollen. Doch kann ein neuer Regional-Launch die Stimmung retten? Aktuell fokussieren sich Anleger weniger auf neue Modelle, sondern auf die erodierende Profitabilität und die politischen Risiken. Solange die Entscheidung aus Washington aussteht und die Qualitätsprobleme anhalten, bleibt die Aktie ein Wackelkandidat in einem stürmischen Marktumfeld.

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