BYD Aktie: Detaillierte Analyse
Die chinesische Elektroauto-Gigant BYD steht vor einer paradoxen Situation: Während das Unternehmen einen massiven Rückruf von fast 89.000 Fahrzeugen bewältigen muss und gleichzeitig droht, auf eine Pentagon-Schwarze Liste zu geraten, zeigten sich die Aktien am Freitag überraschend widerstandsfähig. Ein Zeichen der Stärke oder nur die Ruhe vor dem Sturm?
Sofortiger Rückruf von fast 89.000 Hybrids
Das dringendste operative Problem für BYD ist ein groß angelegter Rückruf chinesischer Regulierungsbehörden. Am 28. November kündigte das Unternehmen den sofortigen Rückruf von 88.981 Fahrzeugen in China an. Betroffen sind die Qin Plus DM-i Plug-in-Hybrid-Limousinen, die zwischen Januar 2021 und September 2023 produziert wurden.
Die Staatliche Verwaltung für Marktregulierung nannte spezifische Batteriesicherheitsrisiken als Hauptursache. Fertigungsinkonsistenzen im Batteriepaket können zu begrenzter Energieabgabe führen. In extremen Szenarien verhindert der Defekt, dass das Fahrzeug im reinen Elektromodus betrieben werden kann.
Zentrale Fakten zum aktuellen Rückruf:
* Umfang: 88.981 betroffene Einheiten
* Modell: Qin Plus DM-i Plug-in-Hybride
Problem: Batteriepaket-Konsistenz und Energieverlustrisiken
* Maßnahme:* Kostenloser Austausch der Batteriepakete bei identifizierten Defekten
Pentagon-Prüfung und geopolitische Risiken
Jenseits technischer Probleme navigiert BYD durch sich verschärfende geopolitische Risiken. Diese Woche entstanden Berichte, dass das Pentagon plant, BYD auf seine "1260H"-Liste zu setzen. Diese Bezeichnung identifiziert Unternehmen, die angeblich in den USA operieren und Verbindungen zum chinesischen Militär haben.
Obwohl die Listung das Unternehmen nicht sofort vom US-Markt verbannt, schadet sie erheblich der Reputation und beschränkt den Zugang zu Pentagon-Aufträgen. Diese Entwicklung fällt mit breiteren Sorgen bezüglich chinesischer E-Auto-Hersteller zusammen.
Die Krise legt sich auch über die Aktienmärkte
Trotz des negativen Nachrichtenflusses bezüglich Rückrufen und US-Listen schafften es BYD-Aktien, die Woche mit Gewinnen zu beenden. Am Freitag, 28. November:
- OTC-Markt (BYDDY): Die Aktie stieg um 1,05% auf 12,53 Dollar
- Hongkong (1211.HK): Aktien erhöhten sich um 0,52% auf 97,50 HKD
- Marktkapitalisierung: Das Unternehmen hält derzeit eine Bewertung von etwa 119 Milliarden Dollar
Diese Preisstabilität steht im Kontrast zu den jüngsten Finanzdaten des Unternehmens. Berichte zum dritten Quartal zeigten einen Gewinnrückgang von 32,6% im Jahresvergleich - den zweiten aufeinanderfolgenden Quartalsrückgang.
Expansion trotz Druck
Während BYD die Rückruf-Krise bewältigt, setzt das Unternehmen seine aggressive Produktexpansion fort. Am 28. November startete das Unternehmen offiziell die SEAL 6 mittelgroße BEV-Limousine in Hongkong. Die Einstiegsversion kostet 158.000 HKD unter dem "Eins-zu-Eins"-Ersatz-Steueranreizprogramm.
Dieser Start signalisiert BYDs Absicht, die Dominanz im erschwinglichen E-Auto-Sektor zu behalten, auch wenn es vor verlangsamtem heimischen Verkaufswachstum steht. Das Unternehmen musste jedoch seine Erwartungen anpassen und sein jährliches Verkaufsziel berichten zufolge um bis zu 16% auf 4,6 Millionen Fahrzeuge senken.
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