Der chinesische Elektroautobauer hat gestern seine erste große Batterie-Innovation seit sechs Jahren vorgestellt. Die zweite Generation der Blade-Batterie lädt bei minus 20 Grad in unter zwölf Minuten von 20 auf 97 Prozent – und soll damit die seit Monaten schwächelnden Verkaufszahlen wieder ankurbeln. Chairman Wang Chuanfu präsentierte in Shenzhen eine Reichweite von 777 Kilometern. Bei den Premiummodellen Denza Z9GT und Yangwang U7 sollen sogar über 1.000 Kilometer drin sein.

Parallel dazu kündigte BYD den massiven Ausbau seines "Flash Charging"-Netzes an: Bis Ende 2026 sollen 20.000 Ladestationen stehen, davon 2.000 entlang der Autobahnen. Aktuell sind knapp über 4.000 Stationen in Betrieb. Während der dreistündigen Live-Übertragung stellte das Unternehmen mehr als zehn neue Modelle vor – die Preise reichen von 155.000 Yuan für den Song Ultra EV bis zu 1,3 Millionen Yuan für das Flaggschiff Yangwang U8L.

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Analysten bleiben skeptisch

Die technologischen Fortschritte der neuen Batterie sind unbestritten. Doch Marktbeobachter bezweifeln, dass die neue Modellpalette ausreicht, um die Verkaufskrise zu beenden. Eugene Hsiao von Macquarie formuliert es klar: "Angesichts der Schwäche am chinesischen E-Auto-Markt erwarten wir keine schnelle Erholung der Marktanteile." Die chinesischen Konsumenten suchen zunehmend nach günstigeren Alternativen – ein Trend, den selbst Chairman Wang eingeräumt haben soll.

Der Start ins Jahr 2026 verlief für BYD ernüchternd. Im Januar und Februar setzte sich der Absatzrückgang aus der zweiten Hälfte 2025 fort. Bitter: Lokalrivale Geely überholte BYD zeitweise. Auch das Auslaufen der Steuerbefreiung für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge spielte traditionellen Herstellern wie Volkswagen in die Karten – VW eroberte im Januar sogar die Spitzenposition in China zurück.

Bisherige Innovationen verpufften

Bereits 2025 versuchte BYD, mit fortschrittlichen Fahrassistenz-Systemen bei Modellen unter 10.000 Dollar zu punkten. Im April folgten der Limousine Han L und der SUV Tang L mit Fünf-Minuten-Supercharging – gedacht als Antwort auf Tesla. Das Ergebnis enttäuschte: Bis Januar verkauften sich beide Modelle zusammen nur 49.000 Mal. Bei einem Gesamtabsatz von 3,76 Millionen Fahrzeugen im gleichen Zeitraum fällt das kaum ins Gewicht.

An der Börse reagierten Anleger verhalten. Die Hongkonger Aktie legte am Freitag nur 1,2 Prozent zu, in Shenzhen rutschte der Titel sogar 0,3 Prozent ab. Ob die neue Blade-Batterie tatsächlich die erhoffte Trendwende einleitet, bleibt abzuwarten. Peking drängt die Autobranche ohnehin zu einem Strategiewechsel: Weg von ruinösen Preiskriegen, hin zu qualitativ hochwertigen, differenzierten Produkten. BYD versucht diesem Ruf zu folgen – unter anderem mit siebenjährigen Niedrigzins-Finanzierungen nach Tesla-Vorbild und Plug-in-Hybriden mit größerer Reichweite.

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