Broadcom dominiert eigentlich den KI-Markt, doch an der Börse herrscht aktuell Katerstimmung. Die Aktie verlor auf Wochenbasis fast 10 Prozent und kämpft mit den Nachwehen enttäuschender Branchen-News. Während das operative Geschäft weiterhin brummt, sorgen massive Aktienverkäufe durch das Top-Management für zusätzliche Unruhe bei den Anlegern.

Der "Intel-Effekt" belastet

Auslöser für den jüngsten Kursrutsch war primär der Quartalsbericht von Intel. Der Konkurrent schockte den Markt mit unerwartet hohen Kosten für den Ausbau der KI-Infrastruktur und einer vorsichtigen Prognose. Dies führte zu einer sofortigen Neubewertung im gesamten Halbleitersektor. Investoren befürchten nun, dass die hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz kurzfristig die Margen stärker belasten könnten als bisher angenommen.

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Der Markt reagierte empfindlich: Die Broadcom-Aktie beendete die Woche bei 318,29 US-Dollar, was einem Wochenverlust von 9,50 Prozent entspricht. Damit notiert das Papier nun unter dem wichtigen 50-Tage-Durchschnitt von 333,05 US-Dollar, was Charttechniker oft als Indikator für nachlassendes Momentum werten.

Insider machen Kasse

Während Privatanleger über die Bewertung grübeln, haben Führungskräfte Fakten geschaffen. In den letzten Monaten trennten sich Insider von Aktien im Wert von rund 284 Millionen US-Dollar. Besonders auffällig: CEO Hock E. Tan verkaufte im Dezember 130.000 Anteile und reduzierte seine Position damit um fast 18 Prozent. Auch CFO Kirsten Spears stieß ein Paket von 30.000 Aktien ab.

Solche Transaktionen sind zwar legal und oft Teil der persönlichen Finanzplanung, doch in Kombination mit fallenden Kursen werten Marktbeobachter dies häufig als Signal mangelnder Zuversicht in kurzfristige Kurssteigerungen.

Operative Stärke als Gegenpol

Fundamental betrachtet steht das Unternehmen jedoch deutlich besser da, als es der aktuelle Chart vermuten lässt. Die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 zeigten ein Umsatzwachstum von über 28 Prozent auf 18,02 Milliarden US-Dollar.

Besonders das KI-Geschäft explodiert förmlich: Der Umsatz mit KI-Halbleitern sprang um 74 Prozent auf 6,5 Milliarden US-Dollar. Für das erste Quartal 2026 stellt das Management sogar eine Verdopplung der KI-Erlöse auf 8,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Partnerschaften, wie die für Googles "Tensor Processing Units" (TPUs), sichern Broadcom hier eine Schlüsselrolle.

Analysten bleiben optimistisch

Die Wall Street lässt sich von der aktuellen Schwäche bisher kaum beirren. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 438,61 US-Dollar, was deutlich über dem aktuellen Niveau liegt. Auch institutionelle Investoren zeigen sich gespalten: Während Cathie Woods ARK-Fonds die Delle zum Nachkauf nutzten, reduzierten andere Adressen wie Cypress Funds ihre Bestände.

Zudem konnte Broadcom ein juristisches Risiko entschärfen. Ein Rechtsstreit mit Fidelity bezüglich der Lizenzierung von VMware-Software wurde beigelegt. Dies beseitigt zwar eine Unsicherheit, unterstreicht aber auch die Abhängigkeit der Kunden von Broadcoms Software-Sparte.

Die Diskrepanz zwischen der operativen Entwicklung und dem Aktienkurs ist offensichtlich. Während das KI-Wachstum intakt ist, dominieren kurzfristig Sorgen über die Bewertung und die Insiderverkäufe das Geschehen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Marke von 300 US-Dollar als Unterstützung hält oder ob die Korrektur sich ausweitet.

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