Nach einem schwachen Jahresstart legt die Broadcom-Aktie im vorbörslichen Handel am Freitag rund 1,8 Prozent zu. Verantwortlich für die Erholung sind zwei Nachrichten: Meta Platforms will sein KI-Rechenzentrum massiv ausbauen – und setzt dabei auf Broadcom-Chips. Gleichzeitig hebt die Investmentbank Susquehanna ihr Kursziel an.

Meta setzt auf Broadcom-Technologie

Der Haupttreiber der heutigen Kursgewinne liegt in der strategischen Rolle, die Broadcom beim KI-Ausbau von Meta spielt. CEO Mark Zuckerberg treibt den Aufbau zusätzlicher Rechenzentrumskapazitäten voran. Marktbeobachter gehen davon aus, dass dies die Zusammenarbeit bei der Produktion von Metas eigenentwickelten KI-Beschleunigern (MTIA) verstärken wird.

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Broadcom liefert die maßgeschneiderten ASICs – hochspezialisierte Chips, die für diese Art von Anwendung entwickelt werden. Die Halbleitersparte des Konzerns profitiert damit direkt von Investitionen, die sich auf mehrere Milliarden Dollar belaufen dürften.

Zeitgleich erhöhte Susquehanna Financial Group das Kursziel für die Aktie. Die Analysten verweisen auf eine starke Auftragslage im ersten Quartal, getrieben durch beschleunigte KI-Entwicklungen und längere Lieferzeiten in der Halbleiterindustrie – ein Zeichen für anhaltend hohe Nachfrage.

Weitere Umsatzsäule: Großauftrag vom Staat

Hinzu kommt ein Regierungsauftrag: Am Mittwoch schloss die US-Behörde GSA ein „OneGov"-Abkommen mit Broadcom ab. Bundesbehörden erhalten damit Rabatte von bis zu 64 Prozent auf VMware-Produkte, darunter die Tanzu-Plattform und vDefend-Sicherheitssoftware. Die Vereinbarung läuft bis Mai 2027 und sichert dem Softwarebereich wiederkehrende Umsätze im öffentlichen Sektor.

Die jüngsten Entwicklungen im Überblick:

  • Vorbörslicher Kursanstieg von 1,8 Prozent nach schwachem Wochenstart
  • Meta intensiviert KI-Infrastruktur – Broadcom als Zulieferer zentral positioniert
  • Susquehanna hebt Kursziel an, verweist auf robuste Q1-Aussichten
  • Großauftrag von US-Regierung sichert Softwareumsätze bis 2027

Gemischte Signale bei Bewertung

Nicht alle Indikatoren sprechen für ungetrübten Optimismus. Eine aktuelle Discounted-Cashflow-Analyse des Finanzportals Simply Wall St deutet darauf hin, dass die Aktie rund 13 Prozent über ihrem inneren Wert notieren könnte – zumindest aus konservativer Bewertungssicht.

Institutionelle Investoren bleiben dennoch zuversichtlich. Cathie Woods Ark Invest kaufte Mitte Januar über 143.000 Aktien im Wert von rund 50,7 Millionen Dollar zu – ein Signal für langfristiges Vertrauen in die KI-Ausrichtung des Unternehmens.

Die Halbleiterbranche insgesamt steht im Zeichen des „KI-Wettrüstens". Prognosen zufolge könnten die globalen Investitionen in Rechenzentren bis 2030 auf drei bis vier Billionen Dollar steigen. Broadcom bedient mit seiner Kombination aus KI-Netzwerktechnik und maßgeschneiderten Chips beide Seiten dieses Trends. Im März folgen die Quartalszahlen – sie werden zeigen, ob sich die Erwartungen der Analysten bestätigen.

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