Broadcom Aktie: Erfolgsimpulse gesetzt!
Broadcom stärkt sein Softwaregeschäft mit einem dicken Auftrag aus Washington. Ein Rahmenvertrag der US-Regierung soll die Nutzung von VMware-Lösungen in Bundesbehörden deutlich ausweiten – und kommt kurz vor den nächsten Quartalszahlen. Entscheidend wird nun, ob dieser Deal die ohnehin hohen Wachstumserwartungen untermauert.
Neuer OneGov-Deal mit der US-Regierung
Am 21. Januar hat die US-Behörde GSA (General Services Administration) einen OneGov-Rahmenvertrag mit Broadcom für VMware-Software bekannt gegeben. Bundesbehörden erhalten darüber Zugang zu VMware-Lösungen mit Rabatten von bis zu 64 Prozent. Abgedeckt werden zentrale Produkte aus dem VMware-Portfolio, darunter:
- VMware Tanzu Platform und Tanzu Data Intelligence für Anwendungsentwicklung
- VMware Avi Load Balancer für das Management von Netzwerkverkehr
- VMware vDefend mit Distributed Firewall und Advanced Threat Prevention
- VMware Tanzu AI Starter Kit für schnellere Entwicklung und Einführung von KI-Anwendungen
CEO Hock Tan sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Baustein der OneGov-Strategie und betont den Fokus auf Effizienz und Mehrwert für Bundesbehörden. Der Vertrag läuft bis Mai 2027 und unterstützt ein Präsidialdekret (Executive Order 14240), das Beschaffung bündeln und Verschwendung reduzieren soll.
Broadcom reiht sich damit in eine Reihe von Tech-Schwergewichten wie Adobe, Google und Salesforce ein, die bereits OneGov-Vereinbarungen abgeschlossen haben. Für VMware bedeutet das: standardisierter Zugang in einem großen, zahlungskräftigen Kundensegment – der US-Bundesverwaltung.
Monetarisierung der VMware-Übernahme
Strategisch ist der Deal ein weiteres Signal, dass Broadcom seine 69-Milliarden-Dollar-Übernahme von VMware aus dem Jahr 2022 zunehmend in Umsatz ummünzt. Nach Unternehmensangaben nutzen inzwischen mehr als 90 Prozent der 10.000 größten VMware-Kunden die Cloud-Foundation-Plattform (VCF).
VMware trug bereits 2025 zu einem Umsatzwachstum von 24 Prozent im Konzern bei. Der neue Rahmenvertrag dürfte diesen Kurs stützen, da er über mehrere Jahre planbare Softwareerlöse mit einem Großkundenumfeld ermöglicht.
Ausblick auf Q1 2026: Hohe Messlatte
Vor den anstehenden Zahlen für das erste Quartal 2026 sind die Erwartungen klar nach oben gerichtet. Konsensschätzungen (Stand 22. Januar) sehen:
- Gewinn je Aktie (EPS): 1,66 US-Dollar nach 1,40 US-Dollar im Vorjahr (+18,6 %)
- Umsatz: 19,27 Mrd. US-Dollar nach 14,92 Mrd. US-Dollar (+29,2 %)
Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten mit einem EPS von 8,46 US-Dollar – ein Sprung um 50,3 Prozent gegenüber 5,63 US-Dollar in 2025. Für das Geschäftsjahr 2027 werden 12,30 US-Dollar je Aktie erwartet, was weiteres Wachstum von 45,4 Prozent impliziert.
Ganz ohne Risiko ist das nicht: Broadcom hat in den vergangenen vier Quartalen zweimal die Erwartungen übertroffen und zweimal verfehlt. Die nächste Vorlage entscheidet also mit darüber, ob die aktuelle Wachstumsstory in diesem Tempo weitergeschrieben werden kann.
Kursbild und Bewertungserwartungen
Die Aktie bewegt sich aktuell leicht unter ihrem jüngsten Hoch: Mit rund 334,79 US-Dollar liegt der Kurs etwa 5,6 Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch von 354,61 US-Dollar, bleibt aber mehr als 150 Prozent über dem Tief der vergangenen zwölf Monate. Nach der starken Rally der letzten Monate ist die Dynamik zuletzt abgeflacht.
Trotz dieser Verschnaufpause bleibt die Analystenstimmung ausgesprochen positiv. Die Mehrzahl der Analysten stuft den Titel klar auf der Kaufseite ein, und die durchschnittlichen Kursziele signalisieren ausgehend vom aktuellen Niveau weiteres Potenzial nach oben.
Produktoffensive im Netzwerk- und KI-Umfeld
Neben der Softwareseite treibt Broadcom auch das Hardwaregeschäft voran. Am 6. Januar stellte das Unternehmen den neuen BCM4918 Accelerated Processing Unit (APU) vor. Parallel wurden zwei neue Dualband-Wi-Fi‑8‑Chips (BCM6714 und BCM6719) lanciert.
Diese Produkte erweitern das Angebot im Bereich Konnektivität und Netzwerk-Infrastruktur. Zusammen mit KI-relevanten Halbleitern entsteht damit ein Portfolio, das sowohl in Rechenzentren als auch in Unternehmensnetzwerken auf steigende Nachfrage zielt.
Wachstumstreiber KI und Auftragsbestand
Für den anstehenden Bericht werden zwei Kennzahlen besonders wichtig sein:
- KI-Umsätze: Im vorherigen Quartal erzielte Broadcom 6,5 Mrd. US-Dollar Umsatz im KI-Bereich – ein Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Auftragsbestand: Der konsolidierte Backlog lag zuletzt bei 162 Mrd. US-Dollar.
Die aktuelle Umsatzprognose für das Januar-Quartal von 19,1 Mrd. US-Dollar impliziert ein sequenzielles Wachstum von 6 Prozent und ein Plus von 28 Prozent im Jahresvergleich. In Kombination mit dem neuen OneGov-Vertrag, dem ausgebauten VMware-Geschäft und der Produktpipeline im KI- und Netzwerkbereich hängt nun viel davon ab, ob Broadcom diese Wachstumsraten bestätigen und in eine anhaltend hohe Profitabilität überführen kann.
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