Broadcom startet mit Rückenwind in die neue Woche. Nach dem deutlichen Anstieg am Freitag legen die Papiere heute weiter leicht zu. Treiber sind vor allem ein angehobenes Kursziel und neue Daten zur prall gefüllten KI-Auftragspipeline – auch wenn Insiderverkäufe parallel für Zurückhaltung sorgen.

Mizuho hebt Kursziel deutlich an

Für neuen Schwung sorgt eine Studie von Mizuho Securities. Analyst Vijay Rakesh erhöhte das Kursziel von 450 auf 480 US-Dollar und bestätigte sein „Outperform“-Votum. Er reagiert damit auf die starke Entwicklung im Halbleitersektor, in dem der PHLX Semiconductor Index kurz vor dem Wochenende um 2,7 % auf ein neues Hoch gestiegen ist.

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Anleger setzen darauf, dass Broadcom seine starke Position im Markt für kundenspezifische Chips (ASICs) weiter ausbaut. Der Bewertungsaufschlag ist deutlich: Die Aktie wird aktuell mit einem KGV von rund 72 gehandelt, klar über dem historischen Durchschnitt – der Markt unterstellt also anhaltend hohes Wachstum.

Wichtige Kennzahlen auf einen Blick

  • Aktueller Kurs: 344,79 US-Dollar
  • Tagesspanne: 333,50 – 347,39 US-Dollar
  • Marktkapitalisierung: 1,64 Billionen US-Dollar
  • Analysteneinschätzungen: 94 % Kauf / 6 % Halten / 0 % Verkauf
  • Handelsvolumen: 22,48 Mio. Aktien (Durchschnitt: 21,97 Mio.)

Die nahezu einhellige positive Analystenhaltung unterstreicht die hohe Erwartungshaltung an die weitere Entwicklung.

KI-Auftragsbestand als Wachstumsmotor

Fundamental stützt vor allem der enorme KI-Auftragsbestand die aktuelle Bewertung. Berichte nennen ein ausschließlich KI-bezogenes Orderbuch von über 73 Milliarden US-Dollar. Damit sind die Erlöse bis in das Geschäftsjahr 2026 hinein weitgehend planbar. Die Summe liegt in der Größenordnung des für 2025 erwarteten Gesamtumsatzes.

Zudem hat Broadcom seine Abhängigkeit von wenigen Großkunden reduziert. Statt bisher drei wesentlichen Abnehmern für kundenspezifische KI-Chips bedient das Unternehmen nun fünf große Cloud-Konzerne, darunter Alphabet und Meta. Das Management stellt für 2026 ein Wachstum der KI-Umsätze von 100 % im Jahresvergleich in Aussicht, getragen von bereits vertraglich gesicherten Lieferungen.

Insiderverkäufe als Gegengewicht

Auf der Gegenseite steht jedoch auffällige Insideraktivität. CEO Hock E. Tan hat zuletzt 70.000 Aktien veräußert, Direktor Mark Brazeal weitere 30.000 Stück. In den vergangenen 90 Tagen summierten sich Insiderverkäufe auf rund 680.701 Aktien mit einem Gegenwert von etwa 249,6 Millionen US-Dollar.

Auch einige institutionelle Investoren, darunter Geneos Wealth Management und Gladstone Institutional Advisory LLC, haben im dritten Quartal ihre Positionen reduziert und Gewinne nach der längeren Rally mitgenommen. Diese Transaktionen setzen einen Kontrapunkt zum sehr optimistischen Analystenbild.

Kurzfristige Kurstreiber und technische Marke

Kurzfristig richtet sich der Blick der Marktteilnehmer auf zwei anstehende Ereignisse, die die Schwankungsbreite der Aktie beeinflussen können:

  1. US-Inflationsdaten (Dienstag): Der Verbraucherpreisindex dürfte die Erwartungen an den weiteren Kurs der US-Notenbank prägen – ein wichtiger Faktor für hoch bewertete Technologiewerte.
  2. TSMC-Zahlen (Donnerstag): Als führender Hersteller für High-End-KI-Chips liefert TSMC mit seinem Ausblick einen Indikator für die Nachfrage im gesamten Sektor.

Broadcom bleibt damit ein zentraler Titel im KI-Infrastruktursegment, gestützt durch eine Marktkapitalisierung von 1,64 Billionen US-Dollar und einen intakten Aufwärtstrend. Für die kurzfristige Technik gilt der Bereich um 333 US-Dollar als wichtige Unterstützung, deren Verteidigung in den kommenden Sitzungen entscheidend für die Stabilität des aktuellen Trends sein dürfte.

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