Broadcom liefert Rekordzahlen, getrieben von der KI-Welle. Doch während große Investmenthäuser ihre Positionen massiv aufstocken, trennen sich Führungskräfte im großen Stil von ihren Anteilen. Allein in den letzten drei Monaten flossen über 239 Millionen Dollar aus Insider-Verkäufen. Was steckt hinter diesem Widerspruch?

Die Zahlen überzeugen – die Margen nicht

Der Chipriese übertraf die Erwartungen: Mit einem Gewinn je Aktie von 1,95 Dollar lag Broadcom über der Konsensschätzung von 1,87 Dollar. Der Umsatz kletterte um satte 28,2 Prozent auf 18,02 Milliarden Dollar.

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Doch die Freude wird getrübt. Das Management rechnet im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2026 mit einem Rückgang der Bruttomarge um rund 100 Basispunkte. Der Grund: Die rasante Expansion im KI-Geschäft verändert den Produktmix zulasten der Profitabilität. Gleichzeitig verdoppelt sich der KI-Halbleiterumsatz voraussichtlich auf 8,2 Milliarden Dollar im kommenden Quartal – das Auftragspolster wird auf bis zu 73 Milliarden Dollar geschätzt.

Institutionelle Investoren schlagen zu

Während die Aktie konsolidiert, nutzen Großinvestoren die Gelegenheit zum Einstieg. Die Meldungen aus dem dritten Quartal 2025 zeigen ein klares Bild:

  • Kingsman Wealth Management stockte um 251,5 Prozent auf
  • Generate Investment Management erhöhte die Position um 175,5 Prozent auf über 40 Millionen Dollar
  • Abacus FCF Advisors verdoppelte das Engagement nahezu
  • Virginia Retirement Systems baute die Beteiligung auf fast 241 Millionen Dollar aus

Diese breite Kaufwelle signalisiert: Professionelle Vermögensverwalter setzen auf die langfristige KI-Story – trotz kurzfristiger Margenbelastung.

CEO Tan verkauft für über 42 Millionen Dollar

Die Gegenbewegung kommt aus der Führungsetage. In den vergangenen 90 Tagen veräußerten Insider insgesamt 650.701 Aktien. CEO Hock E. Tan allein löste am 18. Dezember 130.000 Papiere für rund 42,38 Millionen Dollar. Auch Chefjurist Mark David Brazeal trennte sich Ende Dezember von Anteilen im Wert von 9,1 Millionen Dollar.

Solche Transaktionen können Teil automatisierter Verkaufspläne sein. Das Volumen von 239,2 Millionen Dollar auf Rekordniveau lässt dennoch aufhorchen.

Was kommt als Nächstes?

Analysten bleiben optimistisch: Das Konsensrating lautet "Kaufen", mit einem durchschnittlichen Kursziel von 436,33 Dollar – ein Aufwärtspotenzial von über 25 Prozent. Truist Securities sieht die Aktie sogar bei 510 Dollar. Die technische Lage ist jedoch angespannt: Der 50-Tage-Durchschnitt bei 361,82 Dollar fungiert als Widerstand, während das Sentiment bärisch bleibt.

Die kommenden Monate werden zeigen, welche Seite Recht behält: die institutionellen Käufer, die auf das 19,1-Milliarden-Dollar-Quartal setzen, oder die Insider, die an der Spitze Kasse machen.

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