Die britische Wettbewerbsbehörde nimmt die Stornierungsgebühren von Adobe ins Visier und sorgt damit für neuen regulatorischen Gegenwind. Während der Markt angesichts der Untersuchung und des anstehenden CEO-Wechsels vorsichtig agiert, zeichnet sich bei Großinvestoren ein völlig anderes Bild ab. Aktuelle Pflichtmitteilungen zeigen, dass institutionelle Anleger die historisch niedrige Bewertung gezielt zum Ausbau ihrer Positionen nutzen.

Neue Untersuchung in Großbritannien

Am Donnerstag leitete die britische Competition and Markets Authority (CMA) eine formelle Untersuchung gegen den Softwarekonzern ein. Im Zentrum stehen die Kündigungsbedingungen für Jahresabonnements, die monatlich abgerechnet werden. Kunden, die ihr Abo nach mehr als 14 Tagen kündigen, müssen derzeit 50 Prozent der verbleibenden Jahreskosten zahlen. Die Behörde prüft nun, ob diese Praxis gegen Verbraucherschutzgesetze verstößt und ob Käufer im Vorfeld ausreichend informiert werden. Erst kürzlich hatte das Unternehmen in den USA einen ähnlichen Streit mit dem Justizministerium für 150 Millionen US-Dollar beigelegt.

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Großinvestoren nutzen das Bewertungsniveau

Von den regulatorischen Sorgen lassen sich professionelle Marktteilnehmer offenbar wenig beeindrucken. Aus am heutigen Samstag veröffentlichten SEC-Meldungen geht hervor, dass beispielsweise die CWA Asset Management Group ihren Anteil an Adobe um knapp 56 Prozent aufgestockt hat. Insgesamt liegt die institutionelle Eigentümerquote weiterhin bei robusten 81,79 Prozent.

Das Interesse der Großanleger lässt sich durch einen Blick auf die Kursentwicklung erklären: Nach einem Abschlag von 24,59 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier aktuell bei 214,50 Euro und damit nur hauchdünn über seinem 52-Wochen-Tief. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 10,5 ist die Bewertung auf ein historisch niedriges Niveau gesunken, das die Risiken durch KI-Wettbewerb und den Führungswechsel bereits weitgehend einpreist.

Operatives Geschäft bleibt auf Kurs

Die Zukäufe der Institutionellen stützen sich auf ein intaktes Kerngeschäft. Im ersten Geschäftsquartal 2026 verzeichnete der Konzern einen Rekordumsatz von 6,40 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders die Integration von Künstlicher Intelligenz zahlt sich aus. Der jährlich wiederkehrende Umsatz mit KI-Funktionen hat sich im Jahresvergleich mehr als verdreifacht, während die Zahl der aktiven Nutzer um 17 Prozent auf über 850 Millionen anstieg.

Die Diskrepanz zwischen den regulatorischen Baustellen und der operativen Stärke prägt das aktuelle Marktumfeld. Während die britische Wettbewerbsbehörde bis September 2026 die erste Phase ihrer Untersuchung abschließen wird, treibt Adobe die technologische Entwicklung durch eine in dieser Woche verkündete Partnerschaft mit Nvidia voran. Die Kooperation zielt direkt auf Unternehmenskunden ab und konzentriert sich auf die Entwicklung von KI-Modellen sowie digitalen 3D-Zwillingen für den Marketingbereich.

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