BMW Aktie: Zahlen schwach, Dividende steigt
BMW veröffentlicht heute seinen Jahresabschluss für 2025 — und liefert ein widersprüchliches Bild. Umsatz und Gewinn sind spürbar gesunken, der Ausblick fällt vorsichtig aus. Und dennoch erhöht der Münchner Autobauer die Dividende. Was steckt dahinter?
Der Konzernumsatz fiel 2025 um 6,3 Prozent auf rund 133,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis brach um 11,5 Prozent auf 10,19 Milliarden Euro ein. Trotzdem lieferte BMW mit knapp 2,464 Millionen Fahrzeugen leicht mehr Autos aus als im Vorjahr — ein Plus von 0,5 Prozent. Dass China mit einem Rückgang von 12,5 Prozent schwächelte, fingen Zuwächse in Europa und den Amerikas auf.
Zölle belasten die Marge 2026
Für das laufende Jahr erwartet BMW einen moderaten Rückgang des Vorsteuergewinns bei stagnierenden Auslieferungszahlen. Hauptbelastungsfaktor: Handelshemmnisse. US-Importzölle und EU-Abgaben auf in China produzierte Mini-Elektrofahrzeuge sollen die Automobilmarge allein um rund 1,25 Prozentpunkte drücken. BMW stellt eine Marge zwischen 4 und 6 Prozent in Aussicht — Analysten hatten zuvor mit rund 5,7 Prozent gerechnet.
Ein struktureller Vorteil mildert den Druck: Das große BMW-Werk in den USA produziert rund 413.000 Fahrzeuge jährlich, etwa die Hälfte davon für den US-Markt. Das spart Importzölle in erheblichem Umfang. Zudem fertigen die Werke Verbrenner, Hybride und Elektrofahrzeuge auf einem Band — kostspielige Umrüstungen bleiben so aus.
Neue Klasse, neuer Chef, offenes Gerichtsurteil
Das Dividendensignal an die Aktionäre ist trotz allem eindeutig: Die Ausschüttung steigt überraschend um 10 Cent auf 4,40 Euro je Stammaktie. Der freie Cashflow des Automobilsegments soll 2026 die Marke von 4,5 Milliarden Euro übertreffen, nach 3,24 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr.
Parallel läuft die strategische Neuausrichtung. Die Vorserienfertigung des vollelektrischen BMW i3 hat im Februar in München begonnen, die Serienproduktion ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Die sogenannte Neue Klasse gilt als Herzstück der Elektrostrategie. Im Mai übernimmt zudem Milan Nedeljkovic das CEO-Amt von Oliver Zipse — Raymond Wittmann rückt dann in die Produktionsverantwortung nach, um den Hochlauf der neuen Elektromodelle zu begleiten.
Noch offen ist ein BGH-Urteil vom 23. März: Der Bundesgerichtshof entscheidet über eine Klimaklage der Deutschen Umwelthilfe, die BMW untersagen will, ab 2030 Verbrenner-Neuwagen zu verkaufen. Nach der mündlichen Verhandlung deutet sich an, dass der BGH den Weg zu solchen Klagen grundsätzlich versperren könnte — für BMW wäre das eine Entlastung.
Die Aktie notiert rund 16 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau und liegt damit auch deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Ob der Cashflow-Ausblick und der Serienstart der Neuen Klasse in der zweiten Jahreshälfte ausreichen, um die Bewertung zu stützen, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen.
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