Bitfarms vollzieht heute den endgültigen Bruch mit seiner Vergangenheit als reiner Bitcoin-Miner. Unter dem neuen Namen Keel Infrastructure verlagert das Unternehmen seinen Firmensitz von Kanada in die USA und richtet sein Geschäftsmodell radikal auf Hochleistungsrechnen und KI-Infrastruktur aus. Während die verbliebenen Krypto-Bestände schrittweise versilbert werden, soll eine gigantische Pipeline an Rechenzentren die künftigen Erträge sichern.

Vom Miner zum Infrastruktur-Anbieter

Der Strategiewechsel markiert eine fundamentale Neuausrichtung. Das Unternehmen plant, seine Entwicklungspipeline von 2,2 Gigawatt in Nordamerika zu nutzen, um die rasant steigende Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten für Künstliche Intelligenz zu bedienen. Erste Umsätze aus diesem neuen Geschäftsbereich werden allerdings erst für das Jahr 2027 erwartet.

Parallel zum Aufbau der physischen Infrastruktur trennt sich das Management konsequent von seinen digitalen Assets. CEO Ben Gagnon erklärte, dass das Ziel eine Bilanz ohne Bitcoin-Bestände sei. Im Geschäftsjahr 2025 realisierte das Unternehmen bereits Gewinne in Höhe von 28,2 Millionen USD durch Verkäufe. Aktuell hält der Konzern noch rund 1.827 BTC, die bei günstigen Gelegenheiten veräußert werden sollen.

Finanzielle Bilanz des Übergangs

Die nun veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 spiegeln die Phase des Umbruchs wider. Zwar stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 72 % auf 229 Millionen USD, unter dem Strich blieb jedoch ein Nettoverlust von 284,5 Millionen USD. Hauptverantwortlich für das Minus waren die rückläufigen Bitcoin-Preise im Berichtszeitraum.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bitfarms?

Trotz des hohen Verlusts verfügt das Unternehmen über eine solide Liquiditätsposition. Zum 27. März 2026 beliefen sich die Reserven auf insgesamt 520 Millionen USD, aufgeteilt in:
* 359 Millionen USD in bar
* 161 Millionen USD in Bitcoin-Beständen

Zudem gelang es dem Konzern, eine Kreditfazilität in Höhe von 100 Millionen USD bei Macquarie vollständig zurückzuzahlen.

Ausblick und Börsenstart

Die Anleger reagierten positiv auf die klare strategische Weichenstellung und die bereinigte Bilanz. Am 31. März legte die Aktie um rund 6,6 % auf 2,73 CAD zu. Mit der Umstellung des Tickersymbols auf „KEEL“ an der Nasdaq und der Toronto Stock Exchange beginnt nun die operative Umsetzung der Infrastruktur-Roadmap.

Das Ziel ist deutlich: Keel Infrastructure will die Volatilität des Kryptosektors hinter sich lassen und sich als verlässlicher Partner für die KI-Industrie etablieren. Der Fokus der Marktbeobachter liegt in den kommenden Monaten vor allem auf dem Fortschritt beim Bau der angekündigten Rechenzentren, die ab 2027 die neue Umsatzbasis bilden sollen.

Bitfarms-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitfarms-Analyse vom 01. April liefert die Antwort:

Die neusten Bitfarms-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitfarms-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bitfarms: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...