Nach wochenlanger Volatilität und einem tiefen Rücksetzer Richtung 80.000 US-Dollar kämpft sich die wichtigste Kryptowährung zurück. Doch die Stimmung bleibt zerrissen: Während Hoffnungen auf eine neue US-Geldpolitik den Kurs stützen, sorgt eine Hiobsbotschaft für den wichtigsten Stablecoin für nervöses Zittern bei den Anlegern. Steht der Markt vor einem nachhaltigen Ausbruch oder ist die aktuelle Erholung nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm?

Comeback der Großanleger

Händler schöpfen wieder vorsichtig Hoffnung, und der Grund ist vor allem politischer Natur. Spekulationen verdichten sich, dass das Übergangsteam von Donald Trump Kevin Hassett als nächsten Chef der US-Notenbank favorisiert. Hassett gilt als Verfechter niedrigerer Zinsen und einer lockeren Geldpolitik – Musik in den Ohren von Risiko-Investoren. Diese Aussicht auf frische Marktliquidität half dem Bitcoin, sich von der jüngsten Schwäche der Tech-Aktien abzukoppeln und sich am Sonntag im Bereich von 91.300 US-Dollar zu stabilisieren.

Untermauert wird diese Stabilisierung durch eine Trendwende bei den institutionellen Investoren. Nach vier Wochen mit massiven Abflüssen drehte der Wind bei den US-Spot-ETFs: Trotz der verkürzten Thanksgiving-Woche flossen netto rund 70,1 Millionen US-Dollar zurück in die Fonds. Besonders Fidelity und ARK Invest führten die Käuferriege an. Parallel dazu zeigen On-Chain-Daten, dass sogenannte "Whales" – Adressen mit mehr als 1.000 Bitcoin – ihre Bestände wieder aufstocken. Das Signal ist klar: Das Niveau um 90.000 US-Dollar wird von großen Spielern als strategische Kaufzone genutzt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bitcoin?

S&P schockt den Markt

Doch nicht alles ist rosig am Krypto-Himmel. Für Sorgenfalten sorgt eine deutliche Warnung von S&P Global Ratings bezüglich Tether (USDT). Die Ratingagentur stufte die Stabilität des mit Abstand wichtigsten Stablecoins auf "schwach" herab. Der Grund: Die Reserven von Tether bestünden zunehmend aus riskanteren Vermögenswerten wie Bitcoin, statt aus sicheren Barmitteln.

Obwohl Tether-CEO Paolo Ardoino die Bewertung als unpassend für "digitales Geld" zurückwies, drückt diese Nachricht spürbar auf die Stimmung. Der "Fear & Greed Index" verharrt mit einem Wert von 28 tief im Bereich der "Angst". Anleger fürchten, dass eine Destabilisierung von USDT den gesamten Markt mitreißen könnte.

Kampf um den Trend

Technisch gesehen befindet sich der Bitcoin in einer kritischen Phase. Zwar notiert der Kurs aktuell etwa 8 Prozent über dem jüngsten 52-Wochen-Tief, doch der Weg zum Allzeithoch ist noch weit. Auch die Miner spüren den Druck: Die Mining-Schwierigkeit sank leicht, was darauf hindeutet, dass ineffiziente Schürfer aufgrund gesunkener Margen ihre Geräte vom Netz nehmen mussten.

Für die Bullen liegt der Schlüssel nun beim Widerstand von 93.000 US-Dollar. Sollte diese Marke fallen, könnte die Kombination aus ETF-Zuflüssen und Zinshoffnungen die Jahresendrallye neu entfachen. Scheitern die Käufer jedoch an der Mauer aus Angst, droht eine weitere Konsolidierung.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 30. November liefert die Antwort:

Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...