Bitcoin hat sich nach dem dramatischen Absturz der Vorwoche vorerst über der 70.000-Dollar-Marke stabilisiert. Am Montag notierte die weltweit größte Kryptowährung bei rund 70.494 Dollar – ein Plus von 0,2 Prozent. Doch die Erholung wirkt fragil. Erst vergangene Woche war Bitcoin auf ein 16-Monats-Tief von etwa 60.187 Dollar abgestürzt, bevor eine kräftige Gegenbewegung einsetzte.

Die Turbulenzen der letzten Tage haben ihre Spuren hinterlassen. Der heftige Ausverkauf wurde durch einen breit angelegten Risk-Off-Modus an den globalen Märkten ausgelöst. Besonders Tech-Aktien mit KI-Bezug gerieten unter Druck, was auch auf den Krypto-Markt übergriff. Hinzu kamen Zwangsliquidationen bei Futures-Kontrakten und anhaltende Abflüsse aus Bitcoin-ETFs, die den Verkaufsdruck verstärkten.

Japanische Wahl stützt Risikobereitschaft

Etwas Rückenwind erhielt Bitcoin durch die Parlamentswahl in Japan. Premierministerin Sanae Takaichi errang am Sonntag einen deutlichen Wahlsieg, was die Aktienmärkte in der Region antrieb und die Risikobereitschaft der Anleger zumindest kurzfristig stärkte. Der zunächst schwächere Yen stabilisierte sich nach dem Wahlergebnis, was ebenfalls zur Beruhigung beitrug.

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Dennoch bleibt die Lage angespannt. Diese Woche stehen wichtige US-Konjunkturdaten an: Am Mittwoch werden verzögerte Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, am Freitag folgt der Verbraucherpreisindex. Diese Zahlen könnten die Zinspolitik der US-Notenbank beeinflussen. Sollten die Inflation nachlassen und der Arbeitsmarkt schwächeln, preisen die Märkte mögliche Zinssenkungen später in 2026 ein – ein Umfeld, das Bitcoin tendenziell begünstigen würde.

Analyst sieht "schwächsten Bärenmarkt der Geschichte"

Bernstein-Analyst Gautam Chhugani bezeichnet die aktuelle Korrektur als den "schwächsten Bitcoin-Bärenmarkt seiner Geschichte". Der Ausverkauf sei eine "selbst auferlegte Vertrauenskrise" und kein struktureller Bruch, argumentiert er. Alle Sterne stünden günstig: ETF-Zulassungen, institutionelle Akzeptanz und prominente Unterstützung durch Unternehmen.

Bitcoin sei schon immer ein Liquiditätsgeschäft gewesen, so Chhugani. Die Abweichung von Gold erkläre sich durch straffere Finanzierungsbedingungen. Bei verbesserter Liquidität werde sich diese Dynamik umkehren. Bemerkenswert: Trotz eines Kursrückgangs von etwa 50 Prozent verzeichneten ETFs nur rund 7 Prozent Abflüsse. Chhugani bekräftigte sein Kursziel von rund 150.000 Dollar für 2026 – ein ambitioniertes Ziel angesichts der aktuellen Volatilität.

Die meisten Altcoins zogen am Montag ebenfalls leicht an. Ethereum legte 1,4 Prozent auf 2.119 Dollar zu, XRP gewann 1,2 Prozent auf 1,45 Dollar. Ob die Beruhigung hält oder nur eine Atempause vor der nächsten Abwärtswelle darstellt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

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