Bitcoin: Erholung nach Extremschwäche
Bitcoin sprang am Mittwoch um über 6 Prozent nach oben und kletterte zurück über die Marke von 67.500 US-Dollar. Die Erholung kommt nach einem brutalen Ausverkauf, der die Kryptowährung zeitweise unter 63.000 Dollar drückte. Laut Bloomberg ist der Februar 2026 der schlechteste Monat für BTC seit dem Krypto-Winter im Juni 2022 – mit einem Minus von rund 24 Prozent.
Zollkrieg und Iran-Krise belasten
Der Abverkauf der vergangenen Tage hatte mehrere Auslöser. Präsident Trump erhöhte am Wochenende Vergeltungszölle auf 15 Prozent, nachdem der Supreme Court seine ursprüngliche Zollstrategie gekippt hatte. Gleichzeitig verschärften sich die Spannungen zwischen den USA und Iran. Das sorgte für Flucht aus Risiko-Assets.
Am Dienstag rutschte Bitcoin unter 63.000 Dollar – der tiefste Stand seit Anfang Februar. Matt Howells-Barby von der Krypto-Börse Kraken warnte, dass ein Bruch der 60.000-Dollar-Marke den Weg in Richtung 50.000 Dollar öffnen könnte.
Schwacher Dollar dreht Stimmung
Die Wende kam am Mittwoch. Ein schwächerer US-Dollar und anziehende asiatische Aktienmärkte gaben Krypto-Investoren neuen Mut. Bitcoin schoss bis auf 67.500 Dollar nach oben. Altcoins folgten: Ethereum plus 4 Prozent, Solana plus 12 Prozent, Litecoin plus 13 Prozent.
Parallel dazu wurden Short-Positionen im Wert von über 307 Millionen Dollar liquidiert – ein klassischer Short-Squeeze. Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen war zuvor auf 2,19 Billionen Dollar gefallen und hatte damit die Tiefs vom 5. Februar fast wieder erreicht.
Alex Kuptsikevich von FxPro sieht eine mögliche Doppelboden-Formation. Hält sie, wären 10 Prozent Kurspotenzial drin. Scheitert das Muster jedoch, drohe ein weiterer Rückgang um 25 Prozent.
Strategy kauft – trotz Milliardenverlusten
Inmitten der Schwäche tätigte Strategy (ehemals MicroStrategy) am 23. Februar seinen 100. Bitcoin-Kauf: 592 BTC für knapp 40 Millionen Dollar zu durchschnittlich 67.286 Dollar pro Coin. Insgesamt hält das Unternehmen nun 717.722 Bitcoin – eingekauft für 54,56 Milliarden Dollar zu einem Durchschnittspreis von 76.020 Dollar.
Bei aktuellen Kursen sitzt Strategy auf unrealisierten Verlusten von rund 7 Milliarden Dollar. Die MSTR-Aktie liegt über 50 Prozent im Minus auf Jahressicht. Finanziert wurde der Kauf über Aktienverkäufe. Executive Chairman Michael Saylor feierte den Meilenstein auf X als „The Orange Century".
Stablecoins schrumpfen, ETFs bluten
Ein weiteres Warnsignal: Die Marktkapitalisierung von Tether sinkt den zweiten Monat in Folge – ein seltenes Phänomen, das zuletzt nach dem Terra-Kollaps 2022 auftrat. Zudem verzeichneten US-Bitcoin-ETFs laut Coin Metrics kumulierte Nettoabflüsse von über 4 Milliarden Dollar seit Jahresbeginn.
Der Bitcoin Realized Price, der die durchschnittliche On-Chain-Kostenbasis aller Coins abbildet, liegt laut Coin Metrics bei etwa 55.000 Dollar. Historisch markierte BTC an Zyklustiefs Preise nahe oder unter diesem Level. Die aktuelle Notierung bleibt darüber – doch der Abstand hat sich im Februar deutlich verringert.
Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Doppelboden-Formation trägt oder ob Bitcoin einen weiteren Abwärtsschub erlebt. Entscheidend dürften ETF-Flows und die Entwicklung des US-Dollars sein.
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