BioNTech Aktie: Wie weiter?
Das Mainzer Biotech-Unternehmen steht vor einem Meilenstein: Am kommenden Mittwoch, dem 3. Dezember, endet die entscheidende Frist für die Übernahme des Konkurrenten CureVac. Während die Aktie stabil über der 100-Dollar-Marke notiert, sorgen Insider-Verkäufe und die angespannte operative Lage für gemischte Signale. Wird BioNTech den Deal über die Ziellinie bringen – und was bedeutet das für Anleger?
CureVac-Übernahme: Letzte Stunden vor dem Finale
Die Uhr tickt: Bis Mittwochmorgen um 9 Uhr (Eastern Time) haben CureVac-Aktionäre Zeit, das Umtauschangebot anzunehmen. Für BioNTech ist diese Schwelle entscheidend – mindestens 80 Prozent der ausstehenden CureVac-Anteile müssen akzeptiert werden, damit der Deal zustande kommt.
Die Zeichen stehen gut: Bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 25. November stimmten bereits 99,16 Prozent der abgegebenen Stimmen für die Transaktion. Das Tauschverhältnis liegt bei 0,05363 BioNTech-ADSs pro CureVac-Aktie.
Die strategische Motivation ist klar: Mit der Übernahme sichert sich BioNTech nicht nur CureVacs mRNA-Patentportfolio, sondern beendet auch kostspielige Rechtsstreitigkeiten und erweitert die eigene Onkologie-Pipeline erheblich. Für das Tübinger Unternehmen, das nach dem gescheiterten COVID-Impfstoff nie recht auf die Beine kam, bedeutet es faktisch das Ende als eigenständiger Player.
Insider-Verkäufe werfen Fragen auf
Ausgerechnet jetzt sorgt ein SEC-Filing für Stirnrunzeln: Özlem Türeci, Mitgründerin und Chief Medical Officer von BioNTech, meldete die Absicht, 123.331 restricted Shares zu verkaufen. Solche Form-144-Einreichungen sind zwar nicht ungewöhnlich – oft stecken Steuerplanung oder Diversifikation dahinter. Doch das Timing während einer kritischen Expansionsphase lässt aufhorchen.
Ist es Routine oder mangelndes Vertrauen? Die Frage bleibt offen, doch für Anleger ist es ein Warnsignal, das im Kontext der operativen Herausforderungen nicht ignoriert werden sollte.
Finanzlage: Reich an Cash, arm an Gewinnen
BioNTech sitzt auf einem beeindruckenden Liquiditätspolster von 16,7 Milliarden Euro (Stand Q3). Doch die operative Realität ist weniger rosig: Im dritten Quartal 2025 wies das Unternehmen Umsätze von 1,52 Milliarden Euro aus – allerdings stark verzerrt durch eine Einmalzahlung aus der Kooperation mit Bristol Myers Squibb.
Bereinigt um diesen Effekt zeigt sich das Kernproblem: Die COVID-Impfstofferlöse sind weitgehend weggebrochen, und die teuren Onkologie-Programme laufen noch nicht rund. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 29 Millionen Euro. Der Umbau zum diversifizierten Krebsmedikamenten-Entwickler verschlingt weiterhin Unsummen.
Technischer Ausblick: 100-Dollar-Marke als Ankerpunkt
Die BioNTech-Aktie schloss am Freitag bei 103,15 Dollar und verteidigte damit die psychologisch wichtige 100-Dollar-Schwelle. Diese Zone bildet aktuell die entscheidende Unterstützung. Nach oben hin begrenzen Widerstände um 104 bis 105 Dollar das kurzfristige Potenzial.
Das dünne Handelsvolumen am Black Friday verzerrt das Bild. Die echte Marktreaktion auf den CureVac-Deal wird sich erst Anfang kommender Woche zeigen – spätestens nach Ablauf der Frist am Mittwoch. Gelingt die Übernahme, könnte das die mRNA-Dominanz von BioNTech im deutschsprachigen Raum zementieren. Scheitert sie überraschend, dürfte die 100-Dollar-Marke auf die Probe gestellt werden.
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