BioNTech Aktie: Klage abgeschüttelt
BioNTech steht unter rechtlichem Beschuss – doch die Aktie zeigt sich davon unbeeindruckt. Während Bayer diese Woche eine milliardenschwere Patentklage gegen das Mainzer Unternehmen eingereicht hat, verzeichnete der Kurs zum Wochenschluss sogar Zugewinne. Offenbar sehen Investoren das juristische Risiko gelassen.
Bayer fordert Schadenersatz
Am 7. Januar 2026 hat Bayer vor US-Bundesgerichten Klage gegen BioNTech, Pfizer und Moderna eingereicht. Der Vorwurf: Die COVID-19-Impfstoffhersteller hätten patentierte mRNA-Technologie unrechtmäßig genutzt. Konkret geht es um Stabilisierungsverfahren, die ursprünglich von Monsanto entwickelt wurden und nun im Besitz von Bayer sind. Mit dieser Technologie, so Bayer, hätten die Unternehmen Milliardenumsätze erzielt – ohne entsprechende Lizenzgebühren zu zahlen.
Die Klage könnte theoretisch erhebliche Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Allerdings sind Patentstreitigkeiten in der Pharmabranche langwierig und enden häufig in Vergleichen. Der Markt scheint das Risiko einzupreisen, ohne in Panik zu verfallen.
Fokus auf Krebstherapien
Während die juristischen Scharmützel für Schlagzeilen sorgen, arbeitet BioNTech längst am nächsten Kapitel. Im Zentrum stehen Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) aus der Kooperation mit Yingen Biotech. Die Kandidaten DB-1303, DB-1311 und DB-1305 zielen auf lukrative Onkologie-Segmente wie HER2-niedrigen Brustkrebs und Endometriumkarzinom ab.
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Parallel dazu treibt das Unternehmen sein mRNA-Krebsimpfstoff-Programm voran. Diese Pipeline soll die Abhängigkeit vom COVID-19-Geschäft reduzieren und neue Erlösquellen erschließen. Für Anleger wird entscheidend sein, ob BioNTech zeitnah positive Studiendaten liefern kann – nur dann dürfte sich die Aktie nachhaltig von ihrem 12-Monats-Minus von rund 18 Prozent erholen.
Marke bei 100 Dollar verteidigt
Trotz Gegenwinds schloss die Aktie am Freitag bei 99,85 Dollar und damit knapp über der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke. Das Handelsvolumen von rund 729.000 Aktien deutet auf anhaltende Liquidität hin. Institutionelle Investoren scheinen die Klage derzeit nicht als existenzielle Bedrohung zu werten – vermutlich, weil derartige Verfahren Jahre dauern können.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob BioNTech die aktuelle Widerstandsfähigkeit in einen Trendwechsel ummünzen kann. Dafür braucht es jedoch mehr als nur juristische Durchhaltekraft: konkrete Fortschritte in der Onkologie-Pipeline sind jetzt gefragt.
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