BioNTech Aktie: FDA-Meilenstein zündet
BioNTech vollzieht einen radikalen Strategiewechsel. Das deutsche Biotech-Unternehmen, einst für seinen Corona-Impfstoff gefeiert, setzt nun alles auf Krebstherapien. Im Januar 2026 folgte ein entscheidender Durchbruch: Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte einem Krebsmedikament den Fast-Track-Status – ein Signal, das die Börse mit einem deutlichen Kurssprung quittierte.
Fast Track für Krebstherapie BNT113
Am 21. Januar 2026 gewährte die FDA dem Wirkstoff BNT113 die Fast-Track-Zulassung. Das Präparat basiert auf mRNA-Technologie und richtet sich gegen HPV16-positive Kopf-Hals-Tumore.
Die Auszeichnung ist mehr als nur Formsache. Sie ermöglicht BioNTech einen intensiveren Dialog mit den Zulassungsbehörden und verkürzt potenziell den Weg zur Marktreife. Vor allem aber bestätigt sie: Die mRNA-Plattform funktioniert nicht nur bei Impfstoffen, sondern könnte auch in der Krebsbehandlung relevant werden.
Die Börse reagierte umgehend. Die Aktie schnellte an einem Handelstag um 11,8 Prozent auf 118 US-Dollar hoch – bei überdurchschnittlich hohem Volumen.
Goldman Sachs erhöht Kursziel deutlich
Bereits am 16. Januar hatte die Investmentbank Goldman Sachs ihre Einschätzung für BioNTech von "Neutral" auf "Buy" angehoben. Das Kursziel wurde von 115 auf 142 US-Dollar erhöht – ein Aufwärtspotenzial von rund 22 Prozent. Der Analystenkonsens liegt mit 140,82 US-Dollar auf ähnlichem Niveau, wobei die Spanne von 103 bis knapp 176 US-Dollar reicht.
Aggressive Expansionspläne in der Onkologie
Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference im Januar 2026 legte CEO Ugur Sahin ehrgeizige Ziele vor: Bis Jahresende will BioNTech 15 gleichzeitige Phase-3-Studien laufen haben. Aktuell befinden sich bereits mehr als 25 Studien in Phase 2 oder 3, sechs weitere Phase-3-Programme sollen 2026 starten. Sieben wichtige Datenpunkte aus späten Studienphasen erwartet das Unternehmen noch vor Ende 2026.
Die Pipeline wird nicht allein gestemmt. Partnerschaften mit Bristol-Myers Squibb, Genentech, OncoC4, DualityBio und MediLink sollen die Entwicklung beschleunigen.
Finanzpolster für lange Durststrecke
BioNTech verfügt über ein komfortables Finanzpolster von 17,2 Milliarden Euro an liquiden Mitteln (Stand: 31. Dezember 2025). Das gibt Spielraum für die kostspieligen klinischen Programme.
Gleichzeitig schwindet das lukrative Impfstoffgeschäft. Für 2026 rechnet das Management mit weiter sinkenden Comirnaty-Erlösen, bedingt durch veränderte Impfempfehlungen – besonders in den USA. Das Unternehmen bleibt defizitär. Analysten erwarten für das laufende Quartal einen Verlust von 0,57 US-Dollar je Aktie bei Erlösen von 860,92 Millionen US-Dollar – ein Rückgang von 32,2 Prozent im Jahresvergleich.
Kritisches Jahr für die Pipeline
Am 10. März 2026 folgen die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025 und das vierte Quartal. Die Hauptversammlung ist für den 15. Mai angesetzt. Entscheidender für die langfristige Bewertung werden jedoch die angekündigten Studienergebnisse aus der Onkologie-Pipeline sein. Bis 2030 plant BioNTech mindestens 17 wichtige Datenpunkte aus späten Studienphasen zu präsentieren.
Die Aktie notiert aktuell rund 16 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, konnte sich aber über wichtige gleitende Durchschnitte stabilisieren. Ob die Transformation vom Impfstoff- zum Krebstherapie-Unternehmen gelingt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen müssen.
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