Der Verkauf der 53,9%-Beteiligung durch die Banijay Group am 2. Januar 2026 markiert einen klaren Einschnitt für Bet‑At‑Home Com. Mit dem Abschluss des Deals traten zwei Aufsichtsratsmitglieder zurück — ein Schritt, der die strategische Unsicherheit des Glücksspielanbieters verstärkt. Kann das Unternehmen den Weg ohne Ankeraktionär eigenständig gestalten?

  • Banijay Group hat am 2. Januar 2026 ihren kompletten Anteil (53,9 %) verkauft.
  • Rücktritte im Aufsichtsrat: François Riahi und Véronique Giraudon mit Wirkung 2. Januar 2026.
  • Technisches Rating (4. Januar 2026): „D-Rating“.
  • Marktkapitalisierung: rund 15,02 Mio. EUR.
  • Schlusskurs (Freitag): 2,21 EUR; RSI (14 Tage): 19,8 (anzeigend: stark überverkauft).

Was der Verkauf bedeutet

Der Mehrheitswechsel beendet eine langjährige Bindung und nimmt Bet‑At‑Home eine stabile Eigentümerbasis. Die sofortigen Rücktritte im Aufsichtsrat zeigen, dass der Verkauf mehr als ein reiner Anteilstausch ist — er verändert die Kontrolle und die Governance-Struktur. Solange kein neuer, finanzstarker Großaktionär auftritt, erhöht sich die strategische Unsicherheit für das Management.

Das Unternehmen muss nun zwei Aufgaben zugleich lösen: operative Stabilität sichern und gegebenenfalls einen neuen strategischen Partner finden. Beides ist keine kurzfristige Angelegenheit und dürfte das Börsenjahr 2026 prägen.

Marktreaktion und technische Lage

Die unmittelbare Kursreaktion blieb moderat. Der Titel schloss zuletzt bei 2,21 EUR, notiert aber deutlich unter früheren Höchstständen. Das laufende technische Rating vom 4. Januar stuft die Aktie mit „D“ ein — ein Hinweis auf anhaltende Schwäche.

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Der RSI von 19,8 signalisiert kurzfristig starke Überverkauftheit, was Erholungsphasen begünstigen kann. Gleichwohl spricht die negative Jahresperformance von rund -11% über zwölf Monate und die Distanz zum 52‑Wochen‑Hoch für einen anhaltenden Abwärtstrend. Kurzfristig fungiert die Marke um 2,20 EUR als kritische Unterstützung; fällt diese, könnte das weitere Verkäufe auslösen.

Wie es weitergehen kann

Ohne die Rückendeckung eines Ankeraktionärs liegt die Handlungsfähigkeit des Unternehmens stärker beim Management und bei potenziellen Investoren. Realistische Szenarien sind:

  • Stabilisierung, falls Bet‑At‑Home kurzfristig operativ überzeugt und ein Investor gefunden wird.
  • Fortgesetzte Schwäche, falls kein strategischer Partner auftritt und die Unterstützungszone bei rund 2,20 EUR fällt.

Konkreter Ausblick: Fällt die Marke um 2,20 EUR nachhaltig, ist mit verstärktem Verkaufsdruck zu rechnen. Gelingt es dem Unternehmen hingegen, binnen der nächsten Quartale einen neuen Großaktionär oder belastbare operative Impulse vorzuweisen, könnte sich das charttechnische Bild allmählich verbessern.

Fazit: Der Mehrheitswechsel verändert die Ausgangslage deutlich. 2026 wird zeigen, ob Bet‑At‑Home die Lücke in der Aktionärsstruktur allein oder mit neuen Partnern schließen kann — eine Entwicklung, die Anlegern klare Signale liefern dürfte.

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