Rund 36 Prozent Kursverlust seit Jahresbeginn — und trotzdem geht Bechtle in die Offensive. Mit einem erweiterten Messeauftritt in Hannover und einem neuen Beratungsprodukt zur digitalen Souveränität setzt der IT-Dienstleister auf das margenstärkere Servicegeschäft, während das Hardware-Segment unter Chipknappheit und Lieferproblemen leidet.

Hannover Messe und neues Beratungstool

Vom 20. bis 24. April präsentiert Bechtle auf der Hannover Messe ein integriertes Digitalisierungsportfolio für Industriekunden. Im Mittelpunkt steht Product Lifecycle Management auf Basis der 3DExperience-Plattform — ergänzt durch Demonstrationen zu KI-gestütztem Engineering, Digital Factory und industriellem 3D-Druck. Auch eine XR-Experience mit der Apple Vision Pro ist geplant.

Parallel dazu ist im März der „Bechtle Index of Sovereignty" (BIoS) gestartet. Das Assessment bewertet die digitale Souveränität von Unternehmen und Behörden entlang ihrer Kernprozesse — mit Blick auf Datenhoheit, technologische Unabhängigkeit und regulatorische Anforderungen wie NIS2 oder DORA. Zunächst läuft das Produkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz; eine Ausweitung auf weitere europäische Märkte ist vorgesehen.

Prognose belastet, Dividende stabil

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Der strategische Hintergrund ist klar: Beratung und Software sind weniger anfällig für Lieferkettenprobleme als das Hardwaregeschäft. Genau dort drückt der Schuh. Der Jahresausblick vom 20. März hatte die Chipknappheit als zentrales Risiko benannt — mit unklaren Auswirkungen auf Kundennachfrage und Investitionsbereitschaft. Das Vorsteuerergebnis sank 2025 um sechs Prozent auf 324,2 Millionen Euro, die Marge fiel auf 3,8 Prozent.

Für 2026 rechnet Bechtle beim Geschäftsvolumen mit einem Wachstum von fünf bis zehn Prozent, beim Umsatz eher mit null bis fünf Prozent. CEO Thomas Olemotz sieht zudem Spielraum für drei bis fünf Akquisitionen pro Jahr — als Profiteur einer möglichen Marktkonsolidierung.

Die Dividende bleibt trotz des schwierigen Umfelds konstant bei 0,70 Euro je Aktie. Beschlossen wird das auf der Hauptversammlung am 17. Juni in Heilbronn. Bechtle hat die Ausschüttung seit dem Börsengang nie gekürzt — ein Signal, das das Management offenbar auch in diesem Jahr setzen will.

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