Steigende Kosten für Speicherchips und ein rückläufiger Jahresgewinn setzen dem IT-Systemhaus Bechtle derzeit spürbar zu. Gleich mehrere namhafte Analysehäuser haben in den vergangenen Tagen ihre Kursziele nach unten korrigiert. Dennoch halten die Experten überraschend einhellig an ihren Kaufempfehlungen fest.

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Die Basis für die konservativeren Einschätzungen liefern die kürzlich vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Zwar steigerte Bechtle das Geschäftsvolumen um 8,1 Prozent auf knapp 8,6 Milliarden Euro. Der Jahresgewinn schrumpfte im gleichen Zeitraum allerdings um 6,6 Prozent auf 229 Millionen Euro. Verantwortlich für diesen Margenrückgang sind laut Experten vor allem Lieferunsicherheiten und Preissteigerungen bei Hardware-Komponenten. Diese Entwicklung spiegelt sich im Chartbild wider: Mit einem aktuellen Kurs von 27,36 Euro verbucht das Papier seit Jahresbeginn einen Verlust von fast 38 Prozent.

Analysten kappen Kursziele

Trotz der eingetrübten kurzfristigen Profitabilität bewerten die Analysten die strukturelle Marktposition des IT-Dienstleisters weiterhin als robust. Bemerkenswert ist dabei der Konsens bei den Einstufungen. Die jüngsten Anpassungen im Überblick:

  • UBS: Ziel von 47,50 auf 41,00 Euro gesenkt (Einstufung: "Buy")
  • Deutsche Bank: Ziel von 48,00 auf 42,00 Euro gesenkt (Einstufung: "Buy")
  • MWB Research: Ziel von 44,00 auf 41,00 Euro gesenkt (Einstufung: "Buy")
  • Berenberg: Ziel von 38,00 auf 34,00 Euro gesenkt (Hochstufung auf "Buy")

Struktureller Vorteil im IT-Sektor

Trotz der aktuellen Belastungen durch den schwächelnden Gesamtmarkt bietet die Situation für Bechtle auch strategische Chancen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Konzern die Lieferengpässe bei Speicherchips aufgrund seiner Größe besser abfedern kann als kleinere Wettbewerber. Dies ermöglicht mittelfristig den Ausbau von Marktanteilen. Als finanziellen Ausgleich für die aktuelle Durststrecke schüttet das Management eine stabile Dividende von 0,70 Euro je Aktie aus.

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