BayWa Aktie: Staatsanwalt ermittelt
Der angeschlagene Agrarkonzern kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach dem abrupten Rücktritt von CEO Frank Hiller sorgen nun Razzien der Staatsanwaltschaft für zusätzliche Verunsicherung bei den Anlegern. Während sich das Unternehmen durch eine existenzielle Restrukturierung kämpft, werfen mutmaßliche Unregelmäßigkeiten in der Bilanzierung neue Schatten auf die Sanierungsfortschritte.
Führungsvakuum und Justizärger
Die Ereignisse in der Münchner Zentrale überschlagen sich. Erst vor zwei Wochen legte Vorstandschef Dr. Frank Hiller sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder – ohne dass ein Nachfolger präsentiert wurde. Seine Aufgaben verteilen sich nun auf den verbliebenen Vorstand, was in dieser kritischen Phase ein Machtvakuum riskiert.
Vergangene Woche folgte der nächste Schlag: Die Staatsanwaltschaft München durchsuchte Privaträume im Umfeld des Konzerns. Im Fokus der Ermittler steht der Verdacht auf fehlerhafte Finanzberichterstattung. Zwar sicherte das Unternehmen volle Kooperation zu, doch die juristische Unsicherheit belastet das ohnehin fragile Vertrauen der Kapitalgeber massiv.
Verkauf bringt Luft zum Atmen
Inmitten der Turbulenzen gibt es jedoch operative Fortschritte bei der dringend benötigten Liquiditätsbeschaffung. Der Verkauf der Agrarhandelssparte Cefetra Group, der Ende Dezember unterzeichnet wurde, ist ein zentraler Pfeiler des Sanierungskonzepts.
Die finanziellen Auswirkungen des Deals im Überblick:
- Liquiditätszufluss: Sofortzahlung von 80 Millionen Euro bei Abschluss, weitere 45 Millionen Euro folgen.
- Konzernfinanzierung: Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen spült zusätzlich ca. 62 Millionen Euro in die Kasse.
- Bilanzbereinigung: Durch die Entkonsolidierung sinken die Schulden um über 600 Millionen Euro.
Dramatische Schieflage
Trotz selektiver Investitionen, wie den jüngst bewilligten 1,5 Millionen Euro für die niederländische Tochter Abemec, bleibt die finanzielle Gesamtsituation prekär. Ein Nettoverlust von 1,27 Milliarden Euro auf Zwölfmonatsbasis und eine negative Eigenkapitalrendite von über 466 Prozent verdeutlichen, wie nah der Konzern am Abgrund steht.
Entscheidend für das Gelingen der bis 2028 angesetzten Restrukturierung ist nun die reibungslose Abwicklung des Cefetra-Verkaufs. Der Abschluss der Transaktion wird noch im laufenden ersten Quartal erwartet und ist die zwingende Voraussetzung, um die im Sanierungsgutachten eingeplanten Mittelzuflüsse fristgerecht zu realisieren.
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