BayWa Aktie: Ordnungsgeld verhängt
Die BayWa steht weiter unter Druck. Das Bundesamt für Justiz verhängte gegen den Münchner Agrar- und Handelskonzern ein Ordnungsgeld von 2.500 Euro – Grund ist die verspätete Einreichung der Konzernbilanzzahlen für 2024 beim Bundesanzeiger. Die BaFin machte die bereits am 6. November 2025 ausgesprochene Sanktion am 23. Januar öffentlich. Das Unternehmen akzeptierte die Strafe ohne Einspruch.
Verstoß gegen Offenlegungspflicht
BayWa hat gegen § 325 des Handelsgesetzbuchs (HGB) verstoßen und die konsolidierten Rechnungslegungsunterlagen nicht fristgerecht elektronisch übermittelt. Finanziell fällt die Strafe mit 2.500 Euro kaum ins Gewicht. Die symbolische Wirkung ist jedoch deutlich: Sie unterstreicht die operativen Schwierigkeiten im Rahmen der laufenden Restrukturierung.
CEO Hiller mit sofortiger Wirkung abberufen
Bereits am 9. Januar 2026 gab BayWa per Ad-hoc-Mitteilung bekannt, dass CEO Dr. Frank Hiller mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden wurde. Sein Vertrag läuft formal bis 31. Juli 2026 weiter. Die CEO-Aufgaben wurden auf die verbleibenden Vorstandsmitglieder verteilt.
Laut Reuters-Berichten äußerten Großaktionäre zunehmend Kritik an Hillers Führung. Er habe mehrfach versäumt, überzeugende Zukunftspläne für den Konzern zu präsentieren. Der Aufsichtsrat hatte bereits am 6. Januar über die Vorstandszukunft beraten.
Cefetra-Verkauf entlastet Bilanz um über 650 Millionen
Am 24. Dezember 2025 unterzeichnete BayWa den Verkaufsvertrag für die Getreidehandels-Tochter Cefetra an den niederländischen Investor Peter Goedvolk (First Dutch). Der Deal steht unter kartellrechtlichem Vorbehalt.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Kaufpreis: rund 125 Millionen Euro (80 Millionen bei Closing, 45 Millionen später)
- Entlastung der Bankverbindlichkeiten: über 650 Millionen Euro
- Davon rund 500 Millionen durch Entkonsolidierung
Der Verkauf ist Teil des bis 2028 angelegten Restrukturierungsplans. Die schuldenfinanzierte Auslandsexpansion der vergangenen Jahre hatte BayWa an den Rand der Insolvenz gebracht.
Desaströse Bilanz 2024
Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 zeigen das Ausmaß der Krise:
- Umsatz: 21,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 23,9 Milliarden)
- EBIT: minus 1,1 Milliarden Euro (Vorjahr: plus 304 Millionen)
- Jahresverlust: rund 1,6 Milliarden Euro
- Verlust je Aktie: minus 15,53 Euro
- Eigenkapitalrendite: minus 466,78 Prozent
BayWa hat damit mehr als das Vierfache seines Eigenkapitals vernichtet. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell zwischen 190 und 280 Millionen Euro – je nach Handelsplatz.
Im November 2025 schloss der Konzern eine Kapitalerhöhung ab. Die Großaktionäre Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG (BRB) und Raiffeisen Agrar Invest AG (RAI) zeichneten neue Aktien im Wert von rund 125 Millionen Euro. Am 26. März 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen. Die Ernennung eines neuen CEOs steht weiter aus.
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