BayWa Aktie: Ermittlungen verschärfen Krise
Die Lage bei BayWa spitzt sich dramatisch zu. Während das Agrar- und Energieunternehmen mitten in einer umfassenden Sanierung steckt, belasten nun strafrechtliche Ermittlungen gegen den ehemaligen Vorstandschef Klaus Josef Lutz die ohnehin angeschlagene Aktie massiv. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt wegen Untreue und möglicher Bilanzmanipulation – ein Verdacht, der das Vertrauen der Investoren nachhaltig erschüttern könnte.
Durchsuchung und Rücktritt
Am 14. Januar durchsuchten Ermittler die Privaträume von Lutz. Nur zwei Tage später trat dieser von seinem Amt als Präsident der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern zurück. Die Ermittlungen beziehen sich auf seine langjährige Amtszeit als CEO und werfen einen Schatten auf die Bilanzen vergangener Jahre. Für ein Unternehmen, das bereits mit einem Jahresfehlbetrag von rund 1,6 Milliarden Euro bei 21,1 Milliarden Euro Umsatz kämpft, ist diese juristische Dimension eine zusätzliche Belastung.
Sanierung unter erschwerten Bedingungen
Die Restrukturierung läuft ohnehin unter schwierigen Vorzeichen. Anfang Januar verlor BayWa bereits Vorstandschef Frank Hiller, offiziell aufgrund strategischer Differenzen. Ein dreiköpfiges Führungsteam leitet nun den Konzern durch die Sanierung, die bis 2028 angelegt ist.
Zentrale Fakten zur aktuellen Situation:
- Xetra-Schlusskurs am 21. Januar 2026: 3,725 Euro
- Außerbörslich bei Lang & Schwarz: 3,81 Euro
- Jahresfehlbetrag 2024: circa 1,6 Milliarden Euro
- Geplante Schuldreduktion durch Cefetra-Verkauf: über 600 Millionen Euro
Cefetra-Verkauf als Hoffnungsträger
Der geplante Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra bleibt der zentrale Baustein der Finanzierungsstrategie. Die Transaktion soll die Bankverbindlichkeiten um mehr als 600 Millionen Euro senken. Eine positive operative Nachricht – die Investition von 1,5 Millionen Euro der niederländischen Tochter Abemec in die Modernisierung ihres Standorts in Hoogeloon – verpuffte hingegen wirkungslos. Der Markt konzentriert sich ausschließlich auf die Frage, ob die Sanierung unter den verschärften Bedingungen gelingen kann. Bis der Restrukturierungsplan greift, bleibt das Risiko für Anteilseigner außerordentlich hoch.
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