Nach nicht einmal einem Jahr an der Spitze zieht BayWa die Reißleine: CEO Dr. Frank Hiller scheidet mit sofortiger Wirkung aus dem operativen Geschäft aus. Was auf den ersten Blick wie ein Alarmzeichen wirkt, löst an der Börse stattdessen Erleichterung aus. Der Rauswurf beendet einen internen Machtkampf und schafft freie Bahn für den radikalen Sanierungskurs.

Machtkampf entschieden

Offiziell begründet der Konzern die Trennung mit unterschiedlichen Auffassungen zur Strategie. Hinter den Kulissen hatten Großaktionäre jedoch einen konsequenteren Umbau gefordert, den Hiller offenbar nicht lieferte. Die Kompetenzstreitigkeiten im Vorstand sind damit beendet: Ein externer Nachfolger ist nicht vorgesehen.

Stattdessen verschiebt sich die Machtbalance im verbleibenden Rumpfvorstand deutlich zugunsten der Restrukturierung:
* Michael Baur (CRO): Der Sanierungsexperte übernimmt zusätzlich Strategie, Recht, Baustoffe und Technik.
* Prof. Dr. Matthias J. Rapp (CFO): Der Finanzchef erhält die Verantwortung für Compliance und Investor Relations.
* Dr. Marlen Wienert: Sie leitet weiterhin die Agrarsparte.

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Analysten sehen massives Potenzial

Der Kapitalmarkt wertet die Bündelung der Kompetenzen beim Sanierer Michael Baur als Zeichen der Handlungsfähigkeit. Die BayWa Aktie reagierte heute fest und kletterte in der Spitze um 2,7 Prozent auf 3,44 Euro. Marktteilnehmer honorieren, dass interne Reibungsverluste nun der Vergangenheit angehören.

Auch Analysten stützen diese Einschätzung. Baader Helvea bestätigte heute die Kaufempfehlung ("Buy") und hält unverändert am Kursziel von 6,00 Euro fest. Dies impliziert vom aktuellen Niveau aus ein Kurspotenzial von fast 80 Prozent. Die Experten verweisen auf die bis 2028 gesicherte Finanzierung und sehen den operativen Turnaround näher rücken.

Das Zielbild 2028

Der Aufsichtsrat betont, dass die Sanierung nach Plan verläuft. Die Strategie setzt dabei auf "Gesundschrumpfen":
* Umsatz: Das Volumen soll bewusst von ehemals rund 24 Milliarden auf etwa 10 Milliarden Euro sinken, um unrentable Umsätze zu streichen.
* Ergebnis: Für das Jahr 2028 visiert das Management ein bereinigtes EBITDA von rund 530 Millionen Euro an.
* Schulden: Die Nettoverschuldung konnte bereits um eine Milliarde Euro gesenkt werden, weitere Verkäufe von Unternehmensteilen sollen folgen.

Mit der klaren Machtkonzentration auf CRO Michael Baur hat BayWa strategische Unklarheiten beseitigt. Für risikobereite Anleger untermauern die positive Marktreaktion und das bestätigte hohe Kursziel von Baader Helvea, dass die radikale Restrukturierung als der einzig gangbare Weg zur Wertsteigerung akzeptiert wird.

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