Die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Chef durch Donald Trump löst am Montag einen historischen Ausverkauf am Goldmarkt aus. Das Edelmetall stürzt von seinem Rekordhoch bei 5.600 Dollar innerhalb weniger Tage um über 20 Prozent ab – einer der schärfsten Rücksetzer der jüngeren Geschichte. Doch während spekulativ positionierte Anleger panikartig verkaufen, bleiben die großen Investmentbanken für 2026 erstaunlich optimistisch.

Die wichtigsten Fakten:
- Gold fällt zeitweise auf 4.402 Dollar – ein 4-Wochen-Tief
- Rückgang von über 20% seit dem Rekordhoch letzte Woche
- Allein am Freitag: Minus von rund 9% – stärkster Tagesverlust seit Jahrzehnten
- JP Morgan und Deutsche Bank halten an Kurszielen von 6.000-6.300 Dollar fest

Der Warsh-Schock verändert die Spielregeln

Kevin Warsh gilt an den Märkten als geldpolitischer Falke, der straffere Zügel bevorzugt. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Investoren preifen deutlich weniger Zinssenkungen ein als zuvor. Ein erstarkender Dollar und steigende Anleiherenditen erhöhen die Opportunitätskosten für das zinslose Edelmetall massiv.

Verschärft wurde der Absturz durch technische Faktoren. Die CME Group erhöhte die Margin-Anforderungen für Gold-Futures, was zu Zwangsliquidationen führte. Zahlreiche Stop-Loss-Orders lösten aus und verstärkten die Abwärtsspirale zusätzlich. Auch Silber wurde in den Strudel gerissen und verlor rund 40 Prozent von seinem Rekordhoch bei über 120 Dollar.

Banken sehen strukturellen Bullenmarkt intakt

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Trotz der Dramatik bekräftigen JP Morgan und Deutsche Bank ihre optimistischen Jahresprognosen. JP Morgan hält am Kursziel von 6.300 Dollar fest und verweist auf strukturelle Treiber: Die Zentralbanken kaufen unvermindert weiter, für 2026 werden Käufe von rund 800 Tonnen erwartet.

Die Deutsche Bank interpretiert den Rücksetzer als überfällige Bereinigung einer spekulativen Überhitzung. Das Kursziel von 6.000 Dollar bleibt bestehen. Die Analysten gehen davon aus, dass die deutlich niedrigeren Preise physische Käufer – insbesondere aus Asien – zurück in den Markt locken werden.

Entscheidende Phase beginnt jetzt

Die extreme Volatilität dürfte kurzfristig anhalten. Entscheidend wird, ob sich Gold oberhalb von 4.500 Dollar stabilisieren kann. Weitere Zinskommentare aus dem Fed-Umfeld unter dem designierten Chef Warsh und die Entwicklung der physischen Nachfrage werden die Richtung vorgeben. Der aktuelle Kurs von 4.683 Dollar liegt knapp über dieser kritischen Schwelle – noch.

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