Bayer Aktie: Starkes Wachstumsgesicht!
Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemie-Konzern steht vor einer möglichen Wende in der jahrelangen Glyphosat-Auseinandersetzung. Der Oberste Gerichtshof der USA hat am 16. Januar 2026 entschieden, den Fall "Durnell" zur Prüfung anzunehmen – eine Entscheidung, die über das Schicksal von rund 65.000 offenen Klagen entscheiden könnte.
Die wichtigsten Fakten:
- Supreme Court prüft erstmals zentrale Rechtsfrage zur Glyphosat-Haftung
- Trump-Regierung unterstützt Bayers Rechtsposition
- Urteil wird bis Juni 2026 erwartet
- Pharma-Pipeline zeigt fünf potenzielle Blockbuster-Kandidaten
- Aktie verzeichnet 12-Monats-Performance von über 100 Prozent
Kernfrage: Bundesrecht vor Landesrecht?
Im Zentrum steht die Frage der sogenannten "Preemption": Kann ein Unternehmen nach Gesetzen eines US-Bundesstaates verklagt werden, weil es nicht vor Krebsrisiken gewarnt hat, obwohl die Bundesbehörde EPA Glyphosat als nicht krebserregend einstuft?
Der konkrete Fall betrifft John Durnell, der nach jahrelanger Roundup-Exposition an Non-Hodgkin-Lymphom erkrankte. Ein Gericht in Missouri hatte ihm 1,25 Millionen Dollar zugesprochen. Bayer argumentiert, dass die EPA-Bewertung Vorrang vor Klagen auf Bundesstaatenebene haben müsse.
US-Solicitor General D. John Sauer vertrat im Dezember 2025 in einem Schriftsatz die Auffassung, dass Bayers Rechtsauslegung korrekt sei. Ein entsprechendes Urteil würde dem Großteil der verbleibenden Klagen die rechtliche Grundlage entziehen.
Pharma-Sparte mit konkreten Zielen
Parallel zur juristischen Front präsentierte Pharmachef Stefan Oelrich auf der JPMorgan Healthcare Conference im Januar die Wachstumsstrategie. Bis spätestens 2027 soll das Pharmageschäft wieder im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen.
Fünf Medikamentenkandidaten hat der Konzern identifiziert, denen jeweils ein Jahresumsatz von mindestens einer Milliarde Dollar zugetraut wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Blutgerinnungshemmer Asundexian zur Schlaganfallprävention. Detaillierte Studiendaten werden für Februar 2026 erwartet.
Umbau zeigt erste Ergebnisse
CEO Bill Anderson hat seit 2023 die Strukturen deutlich verschlankt. Unter dem neuen Betriebsmodell "Dynamic Shared Ownership" wurden rund 13.500 Stellen abgebaut, darunter etwa 5.000 Management-Positionen. Die Belegschaft sank von rund 100.000 auf etwa 89.500 Mitarbeiter. Die Restrukturierung soll langfristig Einsparungen von zwei Milliarden Euro jährlich bringen.
Zusätzlich hat Bayer eine Patentklage gegen BioNTech und Pfizer eingereicht. Der Vorwurf: Die mRNA-Technologie der Corona-Impfstoffe verletze Patente, die auf Erfindungen von Monsanto zurückgehen.
Entscheidung bis Sommer
Das Supreme Court-Urteil wird bis Juni 2026 erwartet. Eine Entscheidung zugunsten von Bayer würde die Bilanz von immensen Rückstellungsrisiken befreien. Der Konzern hat bisher rund zehn Milliarden Dollar für Vergleichszahlungen aufgewendet. Die Aktie notiert mit 44,56 Euro deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 30,14 Euro.
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