Bionxt macht bei seinem wichtigsten Entwicklungsprojekt einen spürbaren Satz nach vorn. Neue präklinische Daten sollen den Weg Richtung erste Studie am Menschen ebnen – und gleichzeitig erweitert das Unternehmen den Fokus auf eine zweite Autoimmun-Erkrankung. Was steckt hinter dem Tempo, und warum spielt ausgerechnet die Darreichungsform dabei eine so große Rolle?

Meilenstein bei Bioverfügbarkeit

Wie das Unternehmen diese Woche (26. Januar 2026) mitteilte, hat das cladribine-basierte „Oral Thin Film“-Programm (ODF) einen zentralen Entwicklungsschritt erreicht. In jüngsten Studien erzielte die dünne Wirkstofffolie eine um mehr als 40% höhere Bioverfügbarkeit als herkömmliche Formulierungen.

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Das ist für Bionxt entscheidend, weil bessere Bioverfügbarkeit nicht nur ein technisches Detail ist. Sie untermauert die Argumentation, dass das System im nächsten Schritt in eine erste klinische Studie am Menschen überführt werden kann.

Warum der klinische Weg „schlanker“ sein könnte

Der Fokus verlagert sich nun auf Planung und Vorbereitung der ersten Humanstudie für Multiple Sklerose. Dazu gehören laut Bionxt die klinische Planung, die Produktionsbereitschaft sowie die Abstimmung mit regulatorischen Anforderungen.

Ein wichtiger Punkt: Cladribin ist bereits ein zugelassener Wirkstoff. Bionxt erwartet deshalb einen klinisch „stromlinienförmigeren“ Pfad, der stärker auf Bioverfügbarkeit und Bioäquivalenz zielt – statt auf umfangreiche neue Studien zu Sicherheit und Wirksamkeit. Das soll den Weg zudem kapitaleffizienter machen. Die Meldung baut dabei auf zuvor veröffentlichten positiven Ergebnissen aus einer abschließenden In-vivo-Dosierungsstudie und finalen präklinischen Resultaten für dasselbe System auf.

Kernfakten im Überblick:
- Meldedatum: 26. Januar 2026
- Programm: Cladribin Oral Thin Film (ODF)
- Ergebnis: >40% bessere Bioverfügbarkeit (präklinisch)
- Nächster Schritt: erste Humanstudie für MS (in Vorbereitung)
- Strategie: Fokus auf Bioäquivalenz, da Wirkstoff bereits zugelassen ist

Zweites Einsatzgebiet: Myasthenia Gravis

Parallel nutzt Bionxt die neuen Daten, um die Plattform auf Myasthenia Gravis (MG) auszuweiten. Bei dieser chronischen autoimmunen neuromuskulären Erkrankung kann Schlucken für Patienten zum Problem werden – eine schluckfreie orale Folie könnte hier prinzipiell besser passen als klassische Tabletten.

Bionxt will für MG ebenfalls denselben Wirkstoff und dieselbe ODF-Technologie einsetzen. Das soll – so das Unternehmen – einen beschleunigten Entwicklungspfad ermöglichen. Der führende Produktkandidat bleibt dabei als schluckfreie Alternative zu bestehenden oralen Cladribin-Tabletten für MS positioniert.

Zum Marktbild: Die Aktie schloss am Freitag bei 0,39 Euro und gab am Tag um 3,91% nach. Die Nachricht selbst zielt jedoch klar auf die nächsten operativen Schritte – vor allem auf die Vorbereitung der ersten Studie am Menschen.

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