Bayer steigt in ein neues Geschäftsfeld ein. Der Leverkusener Konzern übernimmt vom US-Biotech Attralus zwei experimentelle Radiotracer für die Herz-Diagnostik – und setzt damit auf Präzisionsmedizin. Die Aktie reagierte am Dienstag zunächst mit leichten Verlusten.

Was Bayer da eingekauft hat

Die Wirkstoffe AT-01 und AT-05 zielen auf die kardiale Amyloidose ab, eine seltene Herzerkrankung, die oft zu spät erkannt wird.

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Die wichtigsten Fakten:

  • AT-01 ist ein PET-Tracer in Phase III – kurz vor der Marktreife
  • Die FDA stuft AT-01 als „Breakthrough Therapy" ein
  • AT-05 befindet sich noch in Phase I
  • Kaufpreis: nicht veröffentlicht
  • Globaler Markt für Radiotracer: rund 3 Milliarden US-Dollar

Besonders interessant: AT-01 hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA bereits den Status einer „Breakthrough Therapy" erhalten. Das deutet auf substanzielles Potenzial hin.

Warum dieser Schritt strategisch Sinn macht

Bayer verfügt mit Beyonttra™ (Acoramidis) bereits über ein Medikament zur Behandlung einer Amyloidose-Form. Was bisher fehlte: die passende Diagnostik. Genau diese Lücke schließt die Übernahme.

Der Ansatz nennt sich „Theranostics" – eine Kombination aus präziser Diagnose und anschließender Therapie. Für Bayer bedeutet das: Das Unternehmen kann künftig sowohl das Erkennen als auch das Behandeln der Krankheit abdecken. Ein komplettes Angebot aus einer Hand.

Die Ankündigung erfolgte nicht zufällig am Vorabend der wichtigsten Pharma-Konferenz des Jahres. Bei der 44. J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco präsentiert Pharma-Chef Stefan Oelrich heute Abend (20:15 bis 20:55 Uhr MEZ) die Wachstumsstrategie des Konzerns. Die Attralus-Übernahme liefert dafür ein konkretes Beispiel.

Wie die Börse reagiert

Die Bayer-Aktie gab am Dienstag nach. Im XETRA-Handel fiel das Papier bis zum Mittag um 1,6 Prozent auf 39,06 Euro. Eine typische Reaktion bei solchen Nachrichten: Anleger warten zunächst ab, welche Details in San Francisco folgen.

Erst am 8. Januar hatte die Aktie bei 40,00 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch markiert. Die aktuelle Schwäche könnte auch eine technische Gegenbewegung nach dem jüngsten Anstieg sein. Der konkrete Finanzausblick folgt am 25. Februar mit den vollständigen Geschäftszahlen für 2025.

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