Der Leverkusener Pharmakonzern steht vor einer Richtungsentscheidung, die das Zeug zur Trendwende hat. Während Anleger über das Wochenende die jüngsten Entwicklungen verdauen, verdichtet sich ein Szenario, das die Aktie aus ihrer Lethargie reißen könnte: Positive Studiendaten treffen auf neue Hoffnung im Glyphosat-Rechtsstreit. Doch reicht das für den nachhaltigen Ausbruch über kritische Widerstände?

Goldman Sachs zündet die nächste Stufe

Die US-Investmentbank hat ihre Einschätzung spürbar nach oben korrigiert. Analyst James Quigley hob das Kursziel auf 38,50 Euro an – ein klares "Buy"-Signal. Die Begründung sitzt: Der Wirkstoff Asundexian hat in jüngsten Studien überzeugt und reduziert damit massiv die Risikoprämie, die auf der Aktie lastete.

Die drohende Patentklippe beim Blockbuster Xarelto war einer der größten Bremsklötze für den Kurs. Mit Asundexian als potenziellem Nachfolger wandelt sich das Narrativ fundamental. Die DZ Bank folgte prompt mit einer Anhebung auf 36 Euro. Investoren beginnen, das Umsatzpotenzial konkret einzupreisen – nach Monaten der Skepsis ein Paradigmenwechsel.

Glyphosat: Die juristische Jokerkarte

Der zweite Hebel liegt in den USA. Der Supreme Court könnte zeitnah über einen wegweisenden Glyphosat-Fall entscheiden. Besonders brisant: Die Rolle des Solicitor General.

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Goldman Sachs quantifiziert das Aufwärtspotenzial im Best-Case auf bis zu 25 Prozent. Die Faktenlage spielt Bayer in die Karten:

  • Die US-Umweltbehörde EPA hält an ihrer Einschätzung fest, dass Glyphosat bei vorschriftsmäßiger Anwendung kein Gesundheitsrisiko darstellt
  • Ein positives Signal der US-Regierungsanwälte könnte den Rechtsstreit faktisch entschärfen
  • Short-Seller dürften bei positiven Nachrichten massiv unter Druck geraten

Charttechnik: Die 31-Euro-Marke entscheidet

Der Titel kämpft aktuell um den nachhaltigen Ausbruch über den Widerstandsbereich bei 31 Euro. Nach einer Rallye von rund 60 Prozent seit Jahresbeginn stabilisierte sich der Kurs zum Wochenausklang auf hohem Niveau – ein Zeichen für anhaltendes Kaufinteresse. Mit einem Schlusskurs von 30,58 Euro am Freitag fehlt nur noch ein kleiner Schritt zur charttechnischen Befreiung.

Die Analystenlager sind gespalten:

  • Goldman Sachs: 38,50 Euro – Buy
  • DZ Bank: 36,00 Euro – Kaufen
  • Berenberg: 30,40 Euro – Hold
  • JP Morgan: 25,00 Euro – Neutral

Die asymmetrische Chance-Risiko-Verteilung wird sichtbar: Gelingt der Ausbruch, dürfte das "Smart Money" weiter zurückkehren. Der Newsflow aus den USA wird in den kommenden Tagen entscheidend sein – hier liegt der Schlüssel für die nächste Kursbewegung.

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